Klötze l Bürgermeister Matthias Mann sprach Klartext: "Im Vergleich zu anderen Gebietskörperschaften, die ganz andere Probleme haben, stehen wir noch relativ gut da. Aber auch unser Haushalt kann nur durch die Rücklage ausgeglichen werden. Das muss jedem klar sein." Beim Aufstellen des Etats sei es das Ziel gewesen, auch die Folgejahre im Blick zu behalten. Es soll vermieden werden, in die Konsolidierung zu geraten. Dieses Szenario droht aber. Sollte es so kommen, dann müssten die freiwilligen Aufgaben reduziert oder gar gestrichen werden, machte Elke Oelze im Gespräch mit der Volksstimme deutlich. Schon ohne Investitionen wende die Stadt für Freibäder, Bibliotheken, Säle beziehungsweise Dorfgemeinschaftshäuser und anderes 2015 rund 1,1 Millionen Euro auf. Mittelfristig, so Matthias Mann, sollte auch darüber nachgedacht werden, die Hebesätze für die Grundsteuern A und B von derzeit 300 auf 330 Prozent zu erhöhen. Denn: "Auf der Einnahme-Seite muss sich ja was bewegen." Beispielsweise brächte solch eine Erhöhung der Grundsteuer B laut Elke Oelze 85500 Euro pro Jahr mehr in die Kasse. Und landesweit liege der Satz bei der Grundsteuer B bei durchschnittlich 394 Prozent.

Der Ausschuss stimmte dem Zahlenwerk einstimmig zu. Das ist aber nur eine Empfehlung. Die Entscheidung trifft der Stadtrat am 17. Dezember.