Klötze l Die Mitarbeiter des Klötzer Landesforstes hatten an diesem Tag zum alljährlichen Weihnachtsbaumverkauf eingeladen. Und der Ansturm kannte kaum Grenzen. So ging es offiziell zwar erst um 10 Uhr los, "aber viele waren schon um 9 Uhr hier", berichtete Revierförster Dietmar Schulze. Etwa zwei Stunden später waren bereits mehr als 100 Bäume veräußert. Zur Auswahl standen Fichte, Küstentanne, Nordmanntanne, Blaufichte und Nobilistanne. Auch ein Klötzer Pflanzengroßhandel, der mit einem Wagen vor Ort war, bot solche und andere Arten an.

Die vielen Besucher konnten sich in aller Ruhe umschauen und zudem das idyllische Ambiente mitten im Wald genießen. Ein Lagerfeuer sorgte für wohlige Wärme. Außerdem gab es Glühwein sowie Bratwürste und Steaks. Entsprechend ging nicht jeder gleich nach Hause, wenn der Baum verladen war, sondern verweilte noch ein bisschen. Vor allem auch, als die Klötzer Jagdhornbläsergruppe einige Weihnachtslieder spielte.

Zu den Kunden gehörte auch Günter Gose. "Ich habe meinen Baum selbst geschlagen", erzählte er. Das war möglich, sofern die eigene Axt oder Säge mitgebracht wurde. Das Einnetzen überließ Günter Gose dann aber den Experten Hans-Georg Stegert und Hans-Helmuth Fettback.

Auf jeden Fall lobten Günter Gose und die anderen Gäste, dass die angepriesenen Bäume quasi vor der eigen Haustür gewachsen, frisch und eben nicht von irgendwo anders angeliefert worden sind.

Eine große Verantwortung trug indes der jugendliche Jens Schulze. Er war zwar in Begleitung seiner Mutti, doch letztlich durfte er entscheiden, welcher Baum es sein sollte. Bei der Suche half ihm sein Kumpel Niels Hartlich. Nach fünf Minuten hatten sie ihren Favoriten gefunden. "Die Abstände zwischen den Zweigen könnten etwas geringer sein, aber wenn ich den Baum erstmal geschmückt habe, sieht der toll aus", versicherte Jens Schulze.

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