Die Stadt Oebisfelde-Weferlingen zahlt 9700 Euro an den Tierschutzverein Haldensleben für die Unterbringung von Fundtieren. Hunde und Katzen, die im Tierheim landen, kosten viel Geld. Es gibt keine Alternative, denn die Kommune ist dazu gesetzlich verpflichtet.

Oebisfelde/Weferlingen l Bei der Sitzung des Stadtrates ging es um die Kosten für die Betreuung von herrenlosen Tieren. Entsprechend eines Betreuungsvertrages mit dem Tierschutzverein Haldensleben und Umgebung zahlt die Stadt Oebisfelde-Weferlingen einen Betrag in Höhe von 70 Cent pro Einwohner.

"Ein Aufstockungsbetrag in Höhe von 33 Cent pro Einwohner ist möglich und auch im Haushalt eingestellt, wurde jedoch bisher noch in keinem Jahr vom Tierheim beantragt. Damit beträgt der Haushaltsansatz 2015 für die Tierunterbringung 9741,20 Euro", erklärte Silke Wolf (Die Linke), Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen.

Dabei wurde 2015 von einer Einwohnerzahl von 13 916 gemeldeten Bürgern in der Einheitsgemeinde ausgegangen. Laut Wirtschaftsplan stehen hohe Ausgaben für Futtermittel, Tierarzt- und Personalkosten sowie Versicherungen und vieles mehr an.

Stadträtin Kerstin Dörfel (CDU) fragte mit dem Blick auf den Wirtschaftsplan des Tierheims: "Wie viele Fundtiere hatten wir denn im Jahr 2013?" Eine genaue Zahl konnte Silke Wolf nicht nennen: "Wir haben nicht selten Tiere, die aufgegriffen. Die Hunde oder Katzen bleiben dann im Durchschnitt drei bis fünf Tage in unserem Zwinger auf dem Bauhof. Da haben wir die Hoffnung, dass die Tiere noch von ihrem Eigentümer abgeholt werden. Wenn sich niemand meldet, werden die Tiere nach Satuelle gebracht."

Die Stadt sei gesetzlich verpflichtet eine Unterbringung für die Tiere vorzuhalten. "Ein eigenes Tierheim haben wir nicht. Das Tierheim in Satuelle ist das nächstgelegene", schilderte die Bürgermeisterin weiter. Es hätte auch schon Versuche gegeben, eine Pension für Fundtiere zu finden. Das sei jedoch problematisch, denn es muss gewährleistet sein, dass die Tiere sieben Tage durchgehend abgegeben werden können. Eine Alternative gäbe es nach Sicht der Bürgermeisterin zur Zeit nicht.