Nettgau/Jübar l Die alte Gemeinde Nettgau hatte noch vor dem Zusammenschluss mit Jübar auf den Friedhöfen aller drei Ortsteile Nettgau, Gladdenstedt und Wendischbrome anonyme Begräbnisstätten anlegen lassen. "Doch die befinden sich inzwischen in einem katas-trophalen Zustand", bemängelte Ratsherr Roland Klingler während der jüngsten Zusammenkunft der Gemeindevertreter. "Kann da nicht etwas gemacht werden, ich bin von Bürgern darauf angesprochen worden", wandte er sich direkt an Bürgermeister Carsten Borchert. Dem war das Problem nicht bekannt, er versprach aber, sich darum zu kümmern.

Die Pflege der anonymen Begräbnisstätten obliegt den Gemeindearbeitern. "An ihrer Arbeit soll mit meinem Hinweis auch keine Kritik geübt werden, sie haben ohnehin viel zu tun", bemerkte Roland Klingler. Doch in letzter Zeit seien die Areale wohl etwas vernachlässigt worden. Wenn dort wieder regelmäßig gemäht und geharkt werde, sehe alles schon viel besser aus.

Und noch etwas sorgte im Gemeinderat für Kritik: Große Transporter, die auf dem Weg zum Glunz-Werk sind, lagern auf einem Nettgauer Weg regelmäßig große Mengen Holz zwischen. "Weil sie zu voll beladen sind und bei Glunz sonst nicht über die Waage kommen", vermutete einer der Räte. Allerdings würden durch die Lademanöver möglicherweise die Wege beschädigt, etwa wenn die Stützen in den Boden gerammt werden. "Angeblich ist das Ganze mit dem Bürgermeister abgesprochen, so hat man mir vor Ort gesagt", erklärte Nettgaus Ratsmitglied Reiko Schweigel. Doch diese Aussage sei definitiv falsch, entgegnete der Ortschef, der sich mit der zuständigen Holzfirma in Verbindung setzen will.