Zum Abschluss eines erfolgreichen Jahres mit der Wiedereröffnung des Waldbades geht der Apenburger Bad-Förderverein jetzt auch den Generationswechsel an. In den Vorstand wurden mehrere jüngere Mitglieder gewählt, die Verantwortung übernehmen wollen.

Apenburg l "Es wird Zeit für einen Generationswechsel", gab Vorsitzender Jürgen Ulrich zu Beginn der Vorstands-Neuwahlen während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Waldbad Apenburg die Richtung vor. Zwar stelle er sich ebenso wie die anderen Mitglieder des Führungsgremiums noch einmal zur Wahl, zusätzliche jüngere Mitglieder seien aber ausdrücklich erwünscht. Und die fanden sich denn auch reichlich bei der Aufstellung der Kandidaten für den Vorstand. So wurden Paula Jürges, Sophie Schüler, Daniel Lorenz, André Schulz und Dirk Rydzinski neu zu Beisitzern gewählt.

Aus ihren Reihen soll binnen eines Jahres der neue Vorsitzende und Kassenwart kommen. So lange wollen Jürgen Ulrich und Eberhard Dierks, die diese Ämter innehaben und ebenso wie Stellvertreterin Sabine Fischer und Schriftführer Günter Schröder wiedergewählt wurden, noch weitermachen. "Wir arbeiten unsere Nachfolger ein", versprach Ulrich, der sich freute, die Ideen der Jugend künftig noch stärker in die Arbeit einbeziehen zu können.

Mitgliederzahl um 35 auf 75 gestiegen

Der Vorsitzende zog eine positive Bilanz der Arbeit im zu Ende gehenden Jahr. Dank des unglaublichen Engagements der Bürger sei das Waldbad, das mehr als ein Jahr im Dornröschenschlaf lag, gerettet worden. "Bei den Arbeitseinsätzen, die nötig waren, um innerhalb von zwei Monaten das Bad auf Vordermann zu bringen und die Schäden zweier Winter zu beseitigen, hatten wir unglaublichen Zulauf", freute sich der Apenburger. Betriebe leisteten kostenlose Unterstützung und auch Spenden gingen reichlich ein. Zudem sei die Mitgliederzahl des Fördervereins in diesem Jahr um 35 auf nunmehr 75 gestiegen.

Ulrich dankte dem Gemeinderat und Bürgermeister Harald Josten für die Entscheidung, das Bad wieder zu öffnen. "Wir stießen bei ihnen auch immer auf offenen Ohren, wenn wir Anliegen hatten", meinte er. Für die Zukunft würde sich der Förderverein allerdings wünschen, dass nicht jedes Jahr neu gebangt werden muss, ob das Bad in der nächsten Saison öffnet. "Es wäre schön, wenn sich der Rat auf einen längeren Zeitraum von zwei oder drei Jahren festlegen könnte, damit wir etwas Planungssicherheit für unsere Investitionen haben", erklärte Jürgen Ulrich.

Schwierig gestaltete sich im vergangenen Jahr die Absicherung des Badebetriebes durch Rettungsschwimmer. Da der Schwimmmeister nicht immer vor Ort sein konnte, musste Hilfe aus Dähre, Diesdorf und Klötze organisiert werden. "Ich habe fast täglich mit den dortigen Bädern telefoniert und möchte mich für die erhaltene Unterstützung bedanken", berichtete Ulrich.

Für die Zukunft komme es darauf an, eigene Rettungsschwimmer ausbilden zu lassen. Interessenten könnten sich beim Förderverein melden, der sich an den Kosten für den Kurs in Salzwedel beteiligt. "Voraussetzung ist natürlich, dass derjenige sich auch verpflichtet, in der Saison mindestens 14 Tage oder drei Wochen im Bad zur Verfügung zu stehen", erläuterte der Vorsitzende.