Die Wartungsarbeiten der Erdgasbohrung auf der Anlage Wenze1 sind vorzeitig abgeschlossen. Die Betreiberfirma GdF Suez Deutschland versprach zukünftig eine verbesserte Informationspolitik. Die Kommunalpolitik ließ sich besänftigen, die Bürgerinitiative "Kein CO2 Endlager Altmark" nicht.

Wenze l Alle Informationen, die beim Treffen am gestrigen Dienstagnachmittag auf dem Areal der Bohrstelle Wenze1 seitens der Ingenieure und Fachleute für Betriebssicherheit herausgegeben wurden, ließen nur einen Schluss zu: Es handelte sich ausschließlich um Wartungsarbeiten des Bohrgestänges. Das wurde nach Auskunft von GdF-Pojektkoordinator Wolfgang Lohr unter technischer Dauerkontrolle ausgetauscht, die alten Rohre in Spezialwannen verladen und zur zentralen Zwischendeponie nach Steinitz transportiert. "Es handelte sich um eine normale Baustelle, an der genehmigte Erhaltungsmaßnahmen vorgenommen wurden", so auch der GdF-Supervisor Matthias Bothe. Die Sprecherin des Unternehmens, Hanna Jansky, die zu diesem Treffen eingeladen hatte, versicherte gegenüber der Volksstimme, "dass GdF Suez Deutschland das sogenannte Fracking-Verfahren weder theoretisch plane noch praktische Vorbereitungen dafür treffe".

Und doch hat der öffentliche Druck durch die Bürgerinitiative "Kein CO2 Endlager Altmark" und einigen Anwohnern der Wenzer Anlage sowie Anfragen von Wenzes Ortsbürgermeister Marco Wille und Einheitsbürgermeister Matthias Mann beim Betreiberunternehmen Wirkung gezeigt. Zukünftig will GdF Suez frühzeitig informieren, wenn Arbeiten an Bohrstellen vorgenommen werden sollen. Supervisor Bothe meinte aber, dass dort, wo GdF Suez im Einsatz ist, jederzeit angeklopft und nachgefragt werden könne.

Auf die Nachfrage nach Umweltemissionen, die im Verlauf der Wartungsarbeiten hätten auftreten können, entgegnete Projektkoordinator Lohr dem BI-Sprecher Lenz und Anlieger-Landwirt Carsten Täger, dass derartige Wartungsarbeiten Bestandteil des Genehmigungsverfahrens für das Betreiben der Anlage seien. Sicherlich seien die Rohre belastet, doch diese Fracht werde speziell entsorgt. Sämtliche Aktivitäten müssten entsprechend dokumentiert und auch so ausgeführt werden. Die Aufsicht darüber habe in letzter Konsequenz das Landesamt für Geologie und Bergwesen in Halle. Frank Garlipp, Dezernatsleiter für Bohrlochbergbau und Untergrundspeicher sah seitens des Landesamts keine Versäumnisse durch das ausführende Unternehmen im Verlauf der Arbeiten. Dennoch war er extra angereist.

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