Die Ortsdurchfahrt in Diesdorf ist (fast) fertiggestellt, ein neues Sozialgebäude fürs Erlebnisbad sowie weitere Radwege stehen auf der Wunschliste: Diesdorfs Bürgermeister Fritz Kloß blickt zurück und voraus.

Diesdorf l "Mit unserer neuen Ortsdurchfahrt sind wir sehr zufrieden. Wir haben sogar am Sportplatz ein Stück mehr bekommen als ursprünglich geplant", erzählt Fritz Kloß. Am meisten habe den Bürgermeister gefreut, dass beim Ausbau alle Anlieger wie die Kirchengemeinde und die Volkssolidarität mitgezogen hätten. Der Eingang zum Gotteshaus sei neu gestaltet worden. An der Seniorenresidenz seien befestigte Parkplätze entstanden. Und auch die Fläche an der Alten Darre sei neu gestaltet worden. "Die Bürger haben viel Verständnis für die Baumaßnahme, die sich über gut ein Jahr hinzog, aufgebracht. Die Zusammenarbeit war sehr gut", lobt er. Viel Geduld sei notwendig gewesen, auch wenn man Glück mit dem Winter gehabt habe: Dadurch hätte sich die Beeinträchtigung in Grenzen gehalten.

Auch die Verlängerung des Radweges in Molmke sei in diesem Jahr fertiggestellt worden. "Wir sind froh, dass wir das letzte Stück in Zusammenarbeit mit dem Kreis hinbekommen haben, um einen Unfallschwerpunkt zu beseitigen", sagt Fritz Kloß. Die Kooperation habe sehr gut geklappt, bedankt er sich.

Geärgert habe ihn in diesem Jahr besonders, dass "wir mit der Neuwahl des Gemeinderates Fraktionen bekommen haben". Das sei ein ziemlich schlechter Start gewesen, habe das Vertrauen nicht gerade befördert. "Ich hoffe, dass wir das bald überwinden und das Parteiengeplänkel vergessen. Denn wichtig ist es in solch einem Rat, gemeinsam für die Gemeinde zu arbeiten und diese zusammen weiterzugestalten", betont der Bürgermeister.

Es sei noch vieles aufzuarbeiten, blickt er voraus. Im Bereich des Tourismus gebe es Nachholbedarf. Da die Gemeinde am Grünen Band liege, komme dem eine besondere Bedeutung zu. "Der Bauausschuss muss sich weiter mit dem Thema beschäftigen", fordert Fritz Kloß.

"Wir müssen da wieder mehr mit den Bürgern zusammen machen."

Durch das Einstellen eines neuen Gemeindearbeiters könnten die insgesamt 19 Ortsteile besser gepflegt werden. Es mache sich bemerkbar, dass eine Person mehr da sei. "Die Ortsbilder gewinnen dadurch", urteilt der Bürgermeister. Allerdings könnten die Gemeindearbeiter nicht alle Aufgaben lösen. Diejenigen, die sich in den Ortsteilen bislang für die Pflege engagiert hätten, würden immer älter werden. Dadurch falle es ihnen immer schwerer. "Wir müssen da wieder mehr mit den Bürgern zusammen machen", denkt der Bürgermeister laut nach. Denn dann würden die Orte noch schöner aussehen können.

Fritz Kloß wünscht sich, dass die Dorfgemeinschaftshäuser, die mit viel Liebe geschaffen und erhalten werden, ein bisschen mehr belebt werden könnten. Denn sie seien dazu da, um die Gemeinschaft vor Ort zu fördern.

Wichtig sei, die Attraktivität des Diesdorfer Erlebnisbades zu steigern, nennt er eine weitere Aufgabe, die ansteht. Die Planungen für ein neues Eingangsgebäude, das den Sanitärbereich mit aufnehmen solle, laufen. Aber auch in der Alten Darre müsse es weitergehen. Wichtig sei, die endgültigen Treppen sowie den Sanitärtrakt hineinzubringen, damit das Gebäude noch besser genutzt werden könne.

Und auch in Sachen Radwege gibt es noch Wünsche. "Wir haben 25 Jahre Grenzöffnung in Rade gefeiert. Dort legten uns die Rader und Wittinger noch einmal ans Herz, dass sie auch gern per Fahrrad nach Diesdorf kommen würden, allerdings nicht auf der Landesstraße", beschreibt der Bürgermeister. Jetzt müsse darüber nachgedacht werden, wie der Anschluss vom Radweg von Rade nach Waddekath und weiter nach Diesdorf hergestellt werden könne. "In den 1990er Jahren stand dieser schon einmal in einem Entwicklungsplan drin. Doch daraus ist leider nichts geworden", bedauert er. Es sei "unsere Pflicht, da etwas zu machen", fügt Fritz Kloß hinzu.

In Sachen ländlicher Wegebau gebe es noch ein paar offene Verbindungen. Über die Reihenfolge müsse sich der Gemeinderat Gedanken machen.

Innerorts sei die Gemeinde mit dem Straßenbau fast fertig. Die unteres Bergstraße, die Himmelreichstraße sowie 100 Meter der Dährer Straße (alles in Diesdorf) stünden noch auf der Wunschliste. Um die Klosterkirche Diesdorf herum sollte ein neuer Gehweg gebaut werden, nennt er ein noch offenes Projekt. Und auch die Lindhofer würden sich über einen Gehweg freuen.

Einige der Trauerhallen auf den Friedhöfen seien marode, spricht er eine weitere Aufgabe an. An erster Stelle stehe die Abbendorfer. "Ein Planer hat sich das Gebäude schon mal angeguckt, aber noch keine Lösung gefunden", schildert Fritz Kloß. Auch die Höddelsener sei sanierungsbedürftig. Dort hätte die Dorfgemeinschaft signalisiert, dass sie selbst mit anfassen würde.

"Es gibt auch im nächsten Jahr reichlich zu tun. Wir müssen zusehen, wie wir das mit der Finanzierung hinbekommen", sagt der Bürgermeister. Alles auf einmal sei nicht umsetzbar. Es gehe nur in kleinen Schritten.

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