Die Mitglieder des Männergesangsvereins Neuferchau (MGV) von 1893 können seit der Jahreshauptversammlung am Sonnabend wieder gelassener in die Zukunft blicken. Mit der neuen Chorleiterin Dagmar Alex aus Apenburg ist eine dauerhafte Besetzung dieser zentralen Stelle gefunden.

Neuferchau l Die vom Chorsingen beseelte Apenburgerin stellte sich im Verlauf der Jahreshauptversammlung im Mehrzwecksaal ihren zukünftigen Sängern und den Mitgliedern vor. Sie ist damit die zweite Frau, die den Chor leitet. Bereits im Jahre 1995 gab es ein kurzes Intermezzo einer Chorleiterin aus Cheinitz.

Chorleiterin übernimmt nach dem Frühlingssingen

Mit Dagmar Alex übernimmt eine erfahrene Chorleiterin die Verantwortung für den Wohlklang beim MGV. Zuletzt wirkte sie 13 Jahre lang in Kunrau, bevor eigentlich die Karriere beendet sein sollte. Nach zweijähriger Abstinenz kribbelte es sofort wieder, als der MGV-Vorstand sie für sich gewinnen wollte. Es wird nach dem traditionellen Frühlingssingen am Sonnabend, 28. März, keine leichte Aufgabe für die Apenburgerin. Ihr neues Ensemble singt immerhin vierstimmig, und das mit nur 22 Sängern. Geübt wird weiterhin jede Woche freitags im Übungsraum am Saal. Das Frühlingssingen im März bedeutet eine erste Standortbestimmung für den Chorklang.

Doch die Neue an der Spitze des Chores kann auf eine altbewährte und erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger zurückgreifen. An vorderster Stelle nannte MGV-Vorsitzende Brüggemann den geschätzten Chorleiter Wilfried Drebenstedt aus Ristedt. Sein verlässliches Engagement ab Oktober des Vorjahres wird noch bis zum Frühjahrskonzert andauern. Dann erst übernimmt Alex die musikalische Leitung.

Damit endet auch die Zeit der Ungewissheit, wie der Lauf der Zeit für den Männerchor aussehen wird. Nach dem Tod des langjährigen Chorleiters Fritz Zerneke aus Kusey im Dezember 2013 war eine kontinuierliche Chorarbeit oftmals nicht möglich. "Die Lücke war einfach zu groß", erinnerte Brüggemann abermals an die Verdienste des Dirigenten.

Wie Vorsitzender Brüggemann in seiner Jahresrückschau berichtete, gehören dem Männergesangsverein insgesamt 33 Mitglieder an, wovon 22 Männer dem Chor gesanglich einen guten Namen geben. Das wurde besonders bei der Jubiläumsfeier aus Anlass des 150-jährigen Bestehens im Juni 2013 deutlich, erinnerte Brüggemann an dieses Sängerfest. Das Durchschnittsalter der Sängergemeinschaft liegt aktuell bei knapp unter 60 Jahren. Die Stimmen Erster und Zweiter Tenor sowie Erster und Zweiter Bass sind besetzt, wobei den Bass-Sängern Verstärkung gut täte.

Vorstand einstimmig in den Ämtern bestätigt

Dass das Chorsingen fast ohne Absagen von öffentlichen Auftritten im vergangenen Jahr stattfinden konnte, das war auch ein Verdienst von Andrea Jürges aus Kusey, die ebenfalls mehrere Chorproben ermöglichte, dankte Brüggemann.

Das innere Gefüge eines der ältesten Traditionsvereine der Altmark ist ein festes, was der Skat- und Würfelabend, das Kranzniederlegen und die Ständchen zu besonderen Anlässen aufzeigten. Und auch die finanzielle Situation des Chorvereins veranlasste die Mitglieder dem Vorsitzenden Gerhard Brüggmeann, seinem Stellverteter Uwe Lösel, dem 1. Kasserier Jens Jacobs und Schriftwart Bruno Pauls das uneingeschränkte Vertrauen mit der einstimmigen Wiederwahl auszusprechen.