Nach zehn Jahren an der Spitze des Tourismusvereins der Region Beetzendorf wollte Rainer Klinzmann eigentlich nicht wieder für den Vorsitz kandidieren. Doch der Hohentrammer ließ sich im Vorfeld der Jahreshauptversammlung zum Weitermachen überreden.

Beetzendorf l "Zehn Jahre sind genug", hatte Rainer Klinzmann bereits im vergangenen Jahr angekündigt, bei der nächsten Jahreshauptversammlung nicht wieder den Vorsitz des Tourismusvereins der Region Beetzendorf anzustreben. Mit Stellvertreter Peter Witte stand auch der passende Nachfolger parat, doch der war keineswegs scharf darauf, die Chefrolle jetzt schon zu übernehmen. "Arbeit mache ich auch so genug. Außerdem: Wer mit so viel Liebe, Verstand und Herz für den Tourismusverein engagiert ist wie Rainer Klinzmann, warum soll der nicht weitermachen?", verkündete der Beetzendorfer. Die Überredungskünste fruchteten, Klinzmann trat doch noch einmal an. "Ich habe für zwei politische Ämter kandidiert und dabei ein für mich überwältigendes Ergebnis erzielt, da kann ich eigentlich auch an der Vereinsspitze weitermachen", gab der bekennende Altmark-Fan seinen Widerstand auf.

Bei der anschließenden Abstimmung über den neuen Vorstand wählten die Mitglieder Klinzmann ebenso einstimmig in das Gremium wie Peter Witte, Heinz Albrecht, Renate Hochhuth und Elvira Witte. Der wiedergewählte Vorsitzende dankte für das Vertrauen und für die Unterstützung, die der Verein von all jenen erhält, denen der Tourismus in der Altmark am Herzen liegt. "Wir machen diese Arbeit, weil es uns einfach Spaß macht", erklärte Klinzmann.

In diesem Jahr könnte es eine Neuerung im Veranstaltungsprogramm des Vereins geben. Die beliebte Kanutour, die immer auf der Jeetze entlangführte, soll möglicherweise auf die Ohre verlegt werden. Die Idee stammt vom Melliner Armin Gräntzdörffer. "Man könnte die ganze Strecke von Buchhorst bis Calvörde fahren, das sind zirka 26 Kilometer, aber auch erst bei Bergfriede oder Miesterhorst einsetzen, dann sparen wir sechs beziehungsweise elf Kilometer ein", erläuterte er anhand einer historischen Altmark-Karte die mögliche Route. Der Drömling, durch den die Ohre fließt, biete malerische Ecken wie die Haifischbar, Kämkerhorst oder den Krähenfuß und auch die Uferböschungen seien nicht so steil wie an der Jeetze.

Bahnhofsfest soll doch Neuauflage erleben

Bevor die Tour in Angriff genommen werden kann, soll aber noch mit der Naturparkverwaltung gesprochen und von dort grünes Licht geholt werden. "Außerdem müssen wir die Strecke mit unseren drei vereinseigenen Kanus vorab erst einmal testen", kündigte Rainer Klinzmann an.

Eine gute Nachricht hatte der Vorsitzende auch für alle Eisenbahnfreunde parat. Auch in diesem Jahr soll es wieder ein Bahnhofsfest am ehemaligen Kleinbahn-Haltepunkt Stapen-Hohentramm geben. Eigentlich war keine Neuauflage geplant. "Aber wie sich 2014 gezeigt hat, gibt es doch noch ein paar Reichsbahner und auch immer wieder jüngere Interessenten, so dass wir im August noch einmal loslegen", so Klinzmann.

Erste Veranstaltung in diesem Jahr wird allerdings die Winterwanderung sein, zu der der Verein am Sonntag, 22. Februar, einlädt. Die Strecke führt vom Parkplatz der Verbandsgemeinde in Beetzendorf durch den Dränick und über den Steinberg nach Rohrberg. "Dort werden wir bei unserem neuen Mitglied Michael Oertwig im Landgasthof Alter Bahnhof zum Essen erwartet", berichtete der Vorsitzende. Auf dem Fuß- und Radweg geht es danach zurück nach Beetzendorf.

Bundesgartenschau: Verein plant Tagestour

Zur Internationalen Tourismusbörse fährt der Verein in diesem Jahr aus Kostengründen nicht, dafür wird es am Pfingstmontag, 25. Mai, an der Tangelner Wassermühle wieder ein Mühlenfest geben. Im Juni ist ein Ausflug zur Bundesgartenschau in die Havelregion geplant, im Juli bietet der Tourismusverein wieder Kanufahrten auf dem Langen Teich zum Beetzendorfer Parkfest an und im September startet der zweite Weinnachmittag auf dem Bahnsteig in Stapen-Hohentramm.

Auch eine Radtour ("vielleicht in Richtung Diesdorf"), der beliebte Weinabend und der Besuch im Krippenmuseum von Hartmut Förster stehen wieder auf dem Programm. "Wir bringen dann den 5000. Besucher mit", versprach Klinzmann dem Krippensammler augenzwinkernd. Der hatte gerade erst den 4000. Gast im Museum begrüßt.

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