Kusey/Neuferchau l Die Arbeiten am Windpark Kusey-Neuferchau sind abgeschlossen. "Inzwischen sind alle Anlagen in Betrieb", informierte Werner Frohwitter, Pressesprecher der Ernergiequelle GmbH, auf Anfrage. Im Zuge dessen äußerte er sich auch zu der aufkommenden Kritik, wonach sich die Einwohner der umliegenden Orte von den Rotorengeräuschen sowie den Lichtern, die nachts den Himmel erhellen, gestört fühlen.

So habe der Betreiber leider keine andere Möglichkeit, weil es in Deutschland seit 2004 eine allgemeine Verwaltungsvorschrift gebe. Demnach seien Windenergieanlagen für die Luftfahrt zu kennzeichnen, und zwar durch rot blinkende "Feuer".

Werner Frohwitter ist sich dem Empfinden der Anrainer bewusst und hat dafür durchaus auch Verständnis. Nicht von ungefähr, so teilte er mit, seien Hersteller und Betreiber seit vielen Jahren bestrebt, hier eine verträgliche Lösung zu finden. Beispielsweise seien passive Radarsysteme oder auch sogenannte Transponderlösungen schon mit Erfolg getestet worden. Das bedeute, die Befeuerung werde nur dann aktiviert, wenn sich ein Luftfahrzeug nähert.

Ein politisches Problem

Aber: "Das Kernproblem liegt im Grunde darin, dass der Gesetzgeber (noch) kein grünes Licht für eine geeignete beziehungsweise praktikable Methode gegeben hat." So sollte die besagte Verwaltungsvorschrift bereits im vorigen Jahr überarbeitet werden. Dies sei aber vertagt worden. "Es ist also eher ein politisch-administratives Problem denn ein technisches", erklärte Werner Frohwitter.

Was die Geräuschentwicklung angeht, so seien dem Betreiber die Klagen aus Kusey und Umgebung über eine übermäßige Belastung neu. "Wir nehmen das aber ernst und werden das mit der Stadt Klötze besprechen", versicherte Werner Frohwitter, der jedoch darauf hinweisen möchte, dass Stürme, wie zuletzt bei "Elon" und "Felix" geschehen, die Geräuschkulisse erhöhen. "Das kann an den Drehbewegungen der Rotoren, aber auch den Windgeräuschen selber oder an einem kombinierten Effekt aus beidem liegen", erläutert der Pressesprecher.