Bei der Jahreshauptversammlung der Immekather Feuerwehr hat Kamerad Jens Reinig in Bezug auf die Ausstattung Kritik geübt. Er forderte die Stadt Klötze auf, mehr als nur das Nötigste zu besorgen.

Immekath l Sieht man mal vom alten Tanklöschfahrzeug ab, das ziemlich gehegt und gepflegt werden müsse, um es durch den TÜV zu bekommen, dann sei die Freiwillige Feuerwehr Immekath in Sachen Ausstattung und Technik im Großen und Ganzen recht gut aufgestellt, sagte Wehrleiter Uwe Randau am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung. An ein neues Fahrzeug, so wusste er, "ist in naher Zukunft nicht zu denken."

Ein Pfund, mit dem die Truppe förmlich wuchern könne, seien die 66 fördernden Mitglieder. "Das zeigt, wie sehr sich die Einwohner mit uns verbunden fühlen", freute sich Uwe Randau über diese Form der Sympathie. Ausdrücklich dankte er auch allen Sponsoren. Dank dieser Geldgeber konnten 2014 unter anderem Partybänke, ein Hohlstrahlrohr, eine Küchenzeile, ein Notstrom-Aggregat, Ölsperren und sechs Pieper angeschafft werden. Die Funkempfänger seien deshalb so wichtig, weil in Immekath nach wie vor das Problem bestehe, dass nicht jeder Kamerad die ungünstig positionierte Sirene hören könne. Uwe Randau betonte, dass all diese Sachen nicht zur Standard-Ausrüstung einer Feuerwehr gehören.

"Sollten sie aber", meldete sich plötzlich Kamerad Jens Reinig zu Wort und kam zunächst auf die Pieper zu sprechen. "Es wird immer groß über die Tageseinsatzbereitschaft gesprochen, aber hier wird gespart", meinte er und bemängelte, dass der Träger der Feuerwehren, also in diesem Fall die Stadt Klötze, nur das Allernötigste besorge. Jens Reinig forderte, dies zu überdenken. Zumal selbst die Norm-Kleidung in gewisser Weise nicht den Ansprüchen genüge, wie sich 2014 gezeigt habe. Damals konnten die Atemschutzgeräteträger aus dem Bereich der Einheitsgemeinde in Klötze in einem Brandsimulator für den Ernstfall üben.

Forderungen sind okay

"Da sind die Leute rausgekommen und haben ihre Handschuhe", die förmlich weggeschmolzen seien, "gleich weggeschmissen." Außerdem bezeichnete Jens Reinig die Stiefel als "Knobelbecher", in denen es kaum längere Zeit auszuhalten sei und beklagte generell, dass die Kleidungsstücke zwar das erforderliche Siegel hätten, jedoch von minderer Güte seien. "Das ist der unterste Standard. Ich würde mir wünschen, dass man hier ein Regal weiter oben schaut." Als Positiv-Beispiel nannte er die Helme, die die Atemschutzgeräteträger bekommen hatten. (Anm. der Red.: Laut Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl wurden von der Stadt Ende vergangenen Jahres 90 Einsatzhelme der neuesten Norm im Wert von rund 20000 Euro gekauft).

Jens Reinig stellte klar, dass die von den Förderern und Sponsoren finanzierten Dinge "nicht zu unserem Privatvergnügen" gekauft worden seien, sondern der "Sicherheit der Allgemeinheit" dienen.

Uwe Randau bestätigte, dass die Immekather Feuerwehr sicher den einen oder anderen Wunsch habe, jedoch könne die Stadt Klötze, die hier alles versuche, finanziell nun mal nicht aus dem Vollen schöpfen.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann nahm die Einwände von Jens Reinig zur Kenntnis. "Diese Forderungen sind absolut okay", sagte er. Ob sich diese allerdings auch erfüllen lassen, darauf gab es keine Antwort.

Rüdiger Wührl machte auf Anfrage deutlich: "Die Sicherheit der Einsatzkräfte ist das wichtigste im Rahmen der Einsatztätigkeit. Diese wird durch die Stadt Klötze fortlaufend gewährleistet." Mehr dazu im Text rechts.