Eine Bilanz des vergangenen Einsatz- und Übungsjahres zogen die Bandauer Feuerwehrkameraden am Sonnabend. Dabei mahnte Wehrleiter Ronny Kluge eine stärkere Beteiligung an den Diensten an.

Bandau l Zwei Einsätze und eine Übung weist die Bilanz der Freiwilligen Feuerwehr Bandau für das Jahr 2014 auf. "Im März mussten wir mit elf Kameraden einen Schwelbrand in einer Scheune in Bandau löschen und im Juli galt es mit fünf Kameraden einen Stoppelbrand zwischen Peertz und Immekath zu bekämpfen", erläuterte Wehrleiter Ronny Kluge am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung der Brandbekämpfer.

Die Einsatzübung anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Wehr im September sei sehr realitätsnah gewesen und habe gut geklappt. "Viele Autofahrer und sogar die Besatzung eines Rettungswagens, die zufällig vorbeikam, haben angehalten und gefragt, ob sie helfen können", berichtete Kluge. Im Nachgang hatten die Feuerwehrleute allerdings einige Fragen des Umweltamtes nach der Entsorgung des "Unfallfahrzeugs", das auf dem Acker in Flammen aufging, zu beantworten. "Aber wir haben alles ordnungsgemäß abgewickelt", meinte der Feuerwehrchef, der sich bei der Landwirtschaftsprodukte-Genossenschaft und der Verbandsgemeinde für die Unterstützung bei der Übung bedankte. Ein ausdrückliches Lob gab es auch für den Kameraden Steffen Belani, der das Fahrzeug zur Verfügung stellte, und seine Frau Elisabeth, die das eingeklemmte Opfer mimte.

Waldbrandzug: Ausbildung wird derzeit organisiert

Auch an mehreren Wettkämpfen nahmen die Bandauer Feuerwehrleute im vergangenen Jahr durchaus erfolgreich teil. So belegten sie in Hohenhenningen im Mai einen fünften, beim Verbandsgemeinde-Ausscheid in Kuhfelde einen vierten Platz und qualifizierten sich damit für den Verbandsausscheid an gleicher Stelle. Dort gelang immerhin der Sprung auf Platz elf. "Auch beim Flutlicht-Löschangriff in Wiepke waren wir dabei und unterstützten dort unsere Partnerwehr aus Mehmke. Am Ende wurden wir dort Zwölfter", so Kluge.

Kritisch merkte der Bandauer Feuerwehrchef allerdings die unzureichende Beteiligung der Kameraden an den Diensten an. "Die lässt sehr zu wünschen übrig", bemängelte Ronny Kluge und erinnerte daran, dass jeder aktive Brandbekämpfer 40 Dienststunden nachweisen muss. Jeden ersten Sonntag im Monat sei Gelegenheit, sein Stundenkonto im Feuerwehrhaus aufzubessern.

Gemeinsame Schulungen fanden mit den Wehren in Poppau und Jeeben statt. "Dabei haben wir uns mit dem Digitalfunk beschäftigt", berichtete der Wehrleiter. Bei einer Ausbildung mit Leitern im September im Ökodorf wurden auch die Beetzendorfer Kameraden hinzugezogen.

Und auch der Waldbrandzug auf Verbandsgemeindeebene war Schulungsthema. Zu dem gehören auch die Bandauer Kameraden. "Sie sind für die Wasserförderung zuständig", erläuterte Marko Zander, stellvertretender VG-Wehrleiter, während der Jahreshauptversammlung. Eine Arbeitsgruppe habe sich seit Mitte des vergangenen Jahres mit der Aufstellung dieser taktischen Einheit beschäftigt. "Das war gar nicht so einfach und hat viel Arbeit gemacht. Derzeit sind wir dabei, die entsprechende Ausbildung zu organisieren", so Zander. Als Leiter des Waldbrandzuges habe sich der Winterfelder Ulf Steffens zur Verfügung gestellt, der sich in die Aufgabe "richtig reinkniet".

Die Grüße der Verbandsgemeinde überbrachte die stellvertretende VG-Bürgermeisterin Eva-Maria Benecke. Sie informierte die Kameraden über die Investitionen, die 2014 im Bereich der Wehren getätigt wurden. So wurden unter anderem im Bandauer Feuerwehrhaus Maurer- und Fliesenlegerarbeiten erledigt.