Mit insgesamt 30 Einsätzen im Jahr 2014 gehörte die Beetzendorfer Feuerwehr zu den aktivsten in der Verbandsgemeinde. Während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend zog Wehrleiter Maik Gille Bilanz.

Beetzendorf l Ob Brände, Hilfeleistungen bei Unfällen und Sturmschäden, das Binden von ausgelaufenen Flüssigkeiten, Fehlalarme durch defekte Brandmeldeanlagen oder Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen - es gab fast kein Ereignis, zu dem die derzeit 24 aktiven Kameraden der Beetzendorfer Feuerwehr 2014 nicht ausrücken mussten. Insgesamt 30 Mal verließen sie mit ihren Fahrzeugen das Gerätehaus. "Dabei kam es auch vor, dass wir von der örtlichen Einsatzleitung zu einer Übung gerufen wurden und von da aus gleich weiter zu einem schweren Verkehrsunfall gefahren sind", berichtete Wehrleiter Maik Gille während der Jahreshauptversammlung am Freitagabend.

Schwierigkeiten habe es bei einer Übung im Glunz-Werk gegeben. Weil die Jugendfeuerwehr gerade Dienst hatte und für ihre Ausbildung auch Einsatzfahrzeuge nutzt, waren diese nicht vollständig für die Aktiven verfügbar. "Noch schlimmer ist es, wenn die Jugend zu den Orientierungsmärschen fährt und wir nicht alle Kinder mit dem Einsatzleitwagen zum Wettkampf transportiert bekommen", erklärte Gille. Dann müsse auch das Löschfahrzeug (LF 16) zum Transport eingesetzt werden, wodurch nicht mehr die volle Einsatzbereitschaft gegeben ist. Abhilfe könnte ein Mannschaftstransportwagen (MTW) für die Jugendwehr schaffen, der bereits bei der Verbandsgemeinde beantragt wurde. "Was daraus wird, werden wir sehen", meinte der Wehrleiter. Das Fahrzeug könne später beispielsweise auch vom Musikzug genutzt werden.

Ersatz für Jugendwart schnell gefunden

Einige Schwierigkeiten hatte die Wehr im vergangenen Jahr auch bei der Führung des Nachwuchses zu überwinden. Nachdem der Jugendwart überraschend sein Amt aufgab, kümmerten sich zunächst Max Havlicek und Tom Lehmann um die Mädchen und Jungen. "Aber wir hatten Glück. Mit Silvio Olms ist nicht nur ein ausgebildeter Truppmann und Atemschutzgeräteträger neu nach Beetzendorf gezogen und hatte sich bei der Wehr angemeldet, er ist auch noch qualifizierter Jugendwart", freute sich Maik Gille. "Das war ein Hauptgewinn und er hat sich gleich bereiterklärt, sich um die Jugend zu kümmern."

Insgesamt konnten 2014 vier neue Kameraden neu in den aktiven Dienst der Wehr aufgenommen werden. Neu war im vergangenen Jahr das Fahrsicherheitstraining, das von der Verbandsgemeinde (VG) für die Feuerwehren organisiert wurde und an dem vier Beetzendorfer Brandbekämpfer teilnahmen. "Das war sehr lehrreich", betonte der Feuerwehrchef.

VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann lobte in ihren Grußworten das Engagement der Kameraden, die einen Großteil der Einsätze in der Region abdecken. Zugleich wies sie auf die Problematik der sinkenden Mitgliederzahlen in den Einsatzabteilungen hin. Waren vor fünf Jahren bei Beginn der VG-Trägerschaft über die Wehren dort noch 925 Frauen und Männer aktiv, so sind es jetzt nur noch 824. "Zum einen liegt es daran, dass für die ausscheidenden Kameraden nicht genug nachkommen. Zum anderen ist die Erfassung im Laufe der Jahre auch ein Stück weit ehrlicher geworden", so Lüdemann. Es sei wichtig, als aktiver Brandbekämpfer nicht nur auf dem Papier zu stehen, sondern seiner Verantwortung gerecht zu werden und beispielsweise die geforderten 40 Dienststunden im Jahr abzuleisten. Positiv hob de VG-Bürgermeisterin die Entwicklung der Jugendwehren hervor, von denen es in der VG wieder elf gibt. "Deren Mitgliederzahl ist in den vergangenen fünf Jahren von 93 auf 116 gestiegen", rechnete sie vor.

Förderverein investiert in Abtrennung für Umkleide

Gemeinsam mit der Feuerwehr tagte am Freitag auch der Wehr-Förderverein. Dessen Vorsitzender Dietmar Sommer wies auf die zahlreichen Veranstaltungen wie das erstmals veranstaltete Schlachteessen, das Maifeuer, den Einsatz der Gulaschkanone und die Unterstützung von Park- und Oktoberfest hin. "Allen, die sich dabei engagiert haben, möchte ich dafür herzlich danken", so Sommer. Investiert worden sei 2014 zudem in Utensilien für die Gulaschkanone und in eine Abtrennung für die Umkleide der Jugendwehr. "Da sind wir gerade dabei, die einzubauen", erläuterte der Vorsitzende.