Klötze l Nach dem Ortstermin durch Mitarbeiter des Altmarkkreises Salzwedel am 10. Februar an der Abraumhalde in Klötze-Nord in Augenschein genommen wurde, wurde der komplette Vorgang an das Landesverwaltungsamt (LVWA) in Magdeburg abgegeben. Offensichtlich, so die Mitarbeiter bereits bei der Besichtigung, überstiegen die Menge an belastetem Abraum und der Zeitraum der Lagerung die Zuständigkeit.

Mittlerweile bekam der Klötzer Grundstückseigentümer Besuch von einem LVWA-Mitarbeiter. Der wiederum, so die Information des Klötzer Geschäftsführers, signalisierte, dass die Angelegenheit wieder in die Verantwortung der Kreisverwaltung zurückgegeben werde. Das begründete gestern die Pressestelle des LVWA damit, dass es sich bei der Halde nicht um Rückstände eines gewerblichen Betriebs handle.

Der Grundstückseigentümer des Areals sieht die weitere Entwicklung vorläufig erst einmal gelassen. "Das Gespräch mit dem LVWA-Vertreter war für mich befriedigend", so der Geschäftsführer der Container- und Recyclingfirma. In nächster Zeit würden sicherlich Gespräche mit der Kreisverwaltung geführt werden müssen. "Zwar befindet sich die belastete Abraumhalde auf meinem Grund und Boden, doch die Asbestfracht stammt aus der Zeit davor, als eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR) die Abrisshalde auftürmte. Dieses Trio musste den Betrieb allerdings aufgeben. Die Frage, wer für die mit Asbest belastete Halde verantwortlich ist, dürfte noch längst nicht geklärt sein", sieht der Geschäftsführer noch einigen Klärungsbedarf.

Es haben sich bislang augenscheinlich keine weiteren Aktivitäten zur Lösung des Umweltproblems ergeben. Und auch das zweite Problem ist bis dato ein ungelöstes geblieben: Der wild abgekippte Plastik- und Hausmüll entlang der mehr oder minder bestehenden Abzäunung zu einem Feldweg nimmt langsam aber stetig zu. Für die wilde Müllkippe fühlt sich offensichtlich niemand so recht verantwortlich.

Die Volksstimme fragte nach: Klötzes Bürgermeister Matthias Mann sieht zuerst den Eigentümer des Gründstücks in der Pflicht, diese Müllansammlung zu entsorgen. Der weiß von einer stillschweigend akzeptierten Regelung mit der Stadt, den Müll entlang des Weges in unregelmäßigen Abständen zu entsorgen. Doch müssen müsse er nicht, wie der Geschäftsführer meint. Das könnte sich nun aber ändern. Nachdem die Volksstimme gestern Vormittag bei der Pressestelle des Landkreises in der Sache angefragt hat, lautete die Antwort am Nachmittag: "Der Eigentümer wird von uns schriftlich zur Beseitigung des Haus- und Plastikmülls aufgefordert."