Erhard Allecke ist neuer Vorsitzender des Männergesangvereins (MGV) Oebisfelde. Bei der Jahreshaupt- und Wahlversammlung des MGV am Sonnabend im Gasthaus an der Aller, dem offiziellen Gasthaus für Chöre, erhielt der bisherige stellvertretende Vorsitzende einstimmig das Vertrauen seiner Sangesbrüder.

Oebisfelde l Mit dem 60 Jahre alten Allecke rückte der "ewige Zweite", wie es Sangesbruder Adolf Brandes formulierte, an die Spitze des Vereins. Hintergrund: Allecke, der bereits seit vielen Jahren dem Vorstand angehört, bekleidete dort zumeist das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden.

Brandes selbst, der Allecke als Kandidaten für den Vorsitz ins Spiel gebracht hatte, ist nun sein Stellvertreter. Als Kassenwart wird dagegen weiter der bewährte Richard Kriege fungieren. Zum Schriftführer wählten die Sänger mit Karsten Aldinger einen Mann für die Zukunft. Denn der 31-Jährige zeigte sich nicht abgeneigt, einmal den Vorsitz zu übernehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht, da der Beruf das zeitlich nicht ermögliche.

Probleme, Beruf und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen, hat zwar auch der neue Vorsitzende. Doch er kann sich nicht nur auf die Unterstützung seines Stellvertreters Adolf Brandes verlassen, sondern auch auf die von weiteren Sangenbrüdern, die sich angeboten haben, Aufgaben zu übernehmen.

Viel Applaus erhielt hingegen der scheidende Vorsitzende Claus Beckroth. Er hatte knapp zehn Jahre den MGV geführt. "Hochachtung Claus. Du hast, als es darauf ankam, unseren Verein nicht im Stich gelassen und du hast es auch nicht immer leicht mit uns gehabt. Dafür ein Dankeschön", sagte Günther Müller, der inzwischen der passiven Abteilung des MGV angehört.

Ein Dankeschön ging ebenfalls in Richtung Kassenwart Richard Kriege. Der 74-Jährige wacht seit unzähligen Jahren über die MGV-Finanzen und das stets ohne Fehl und Tadel, wie es beispielsweise Revisor Wilhelm Schrader bestätigen konnte: "Richard hast korrekte Arbeit geleistet."

Das Dankeschön gab Kriege indes an Ulrich-Max Sander weiter. "Uli hat das Eintreiben des Beitrages übernommen. Keine einfache Angelegenheit, doch seit fast zehn Jahren macht er seine Arbeit hervorragend", erklärte der Finanzer schmunzelnd.

Neben Aldinger stand am Sonnabend mit Marius Rohde noch ein zweiter Vertreter der jüngeren Generation im Mittelpunkt. Der 31-Jährige ist der Dirigent des Chores. Er hatte in der Vergangenheit bereits mehrmals den Stamm-Dirigenten Sebastian Weidenhagen vertreten und übernimmt nun dessen Amt offiziell, weil Weidenhagen wegen des Berufes Oebisfelde verlässt. Zurzeit befindet sich Rohde noch in der Ausbildung zum Chorleiter.