Hinter der Freiwilligen Feuerwehr Kunrau liegt ein vergleichsweise ruhiges Jahr. Der Stand der Ausbildung ist gut. Die Öffentlichkeitsarbeit soll verbessert werden, hieß es bei der Jahreshauptversammlung.

Kunrau l Die Truppe hatte 2014 insgesamt elf Alarmierungen. Im Einzelnen waren dies ein brennender Baum in Jahrstedt am 29. April, ein Bodenfeuer zwischen Jahrstedt und Böckwitz am 4. Mai, ein Wohnhausbrand in Steimke am 11. Mai, ein Waldbrand bei Neuferchau am 7. Juni, ein Verkehrsunfall in Neuferchau am 7. Juli, ein Verkehrsunfall in Böckwitz am 19. Juli, ein Mähdrescherbrand in Rappin am 21. Juli, das Holen einer Kreuzotter aus einem Wohnhaus am 27. Juli, ein Stoppelbrand in Rappin am 2. August und die Reinigung der Straße zwischen Kunrau und Rappin. Hinzu kam am 13. September eine Übung in Jahrstedt, wie Wehrleiter André Lüders auflistete.

Die Freiwillige Feuerwehr Kunrau hat derzeit 21 Einsatzkräfte, 13 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie 15 Mitglieder in der Alters- und Ehrenabteilung.

Weiter verbessert hat sich die Qualifikation. So gibt es drei Zugführer, zwei Gruppenführer, zwölf Maschinisten und zwei Atemschutzgeräteträger.

Rein rechnerisch sind von den 21 Einsatzkräften tagsüber 7 Kameraden verfügbar. Aus den Reihen der Zug- und Gruppenführer ist tagsüber ein Kamerad verfügbar. Von den Maschinisten sind tagsüber zwei Kameraden verfügbar.

Maik Guhl war 2014 bei allen Einsätzen dabei

Erneut leistete die Truppe auch ihren Beitrag für das gesellschaftliche Leben im Ort. Beispielsweise sicherte sie das Osterfeuer ab und stellte den Maibaum auf.

Zu den gesellschaftlichen Aktivitäten zählten ferner eine Schauübung am 28. Juni in Ristedt, eine Ganztagsschulung zum Thema Verkehrsunfall am 18. Oktober sowie das Weihnachtsessen der aktiven Kameraden.

Ein großes Lob erhielten Karsten Nieder und Jörg Rehbein für ihre "sehr gute" Arbeit in der Jugendfeuerwehr.

Zur Technik sagte André Lüders, dass der Digitalfunk eine Herausforderung bleibt. "Der Umgang damit muss laufend gefestigt werden."

Zufrieden zeigte er sich mit dem Stand der Ausbildung. Das Hauptaugenmerk soll in diesem Jahr auf dem Thema Brandbekämpfung liegen. Außerdem soll die Ausbildung mit mehr Öffentlichkeitsarbeit verbunden werden. Maik Guhl wurde namentlich hervorgehoben. Er war im vergangenen Jahr bei allen Einsätzen dabei und leistete auch die meisten Ausbildungsstunden.

André Lüders bedankte sich bei allen Kameraden für die gute Zusammenarbeit.

Für das Engagement der Kunrauer Wehr bedankte sich auch Klötzes Bürgermeister Matthias Mann. Besonders lobte er die Jugendfeuerwehr. Diesen Worten schloss sich Kunraus Ortsbürgermeister Uwe Bock an.

Bürgermeister begrüßt gemeinsame Ausbildung

Der Klötzer Bürgermeister brachte des Weiteren zum Ausdruck, dass er die gemeinsame Ausbildung von Ortsfeuerwehren begrüßt, da die meisten Einsätze nur noch im Verbund bewältigt werden können und die Zahl der Atemschutzgeräteträger gesunken ist.

In der Diskussion ergab sich, dass Peter Taeger die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen soll. Zudem erklärten sich die Kameraden dazu bereit, den Orientierungsmarsch zu unterstützen. Und André Lüders schlug vor, am 13. Juni die "Interschutz" in Hannover zu besuchen.