Mit dem Frühling stellt sich in wenigen Wochen auch wieder der Eichenprozessionsspinner ein. Doch dem Schädling soll es in diesem Jahr an den Kragen gehen. An den Bekämpfungsmaßnahmen des Altmarkkreises will sich auch die Gemeinde Beetzendorf beteilgen.

Beetzendorf l Überall wo einzeln stehende oder kleine Gruppen von Eichen stehen, weisen Schilder auf die Gefahr hin: "Achtung, Eichenprozessionsspinner - Allergiegefahr!" Ob am Radweg von Siedengrieben nach Beetzendorf, an der berühmten Beetzendorfer Eichenallee oder am Apenburger Waldbad, die Raupen des Schädlings, die im Mai aus ihren Eiern schlüpfen werden, sorgen alle Jahre wieder für Aufregung. Denn ihre Haare können für manche Menschen gesundheitsgefährdend sein, wenn sie mit ihnen in Kontakt kommen (siehe Infokasten).

Um dem Schädling rechtzeitig zu Leibe zu rücken, hat der Altmarkkreis Salzwedel eine Ausschreibung gestartet, an der sich mehrere Kommunen beteiligen. Ziel ist es, den Eichenprozessionsspinner an Bundes-, Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen sowohl mit chemischen als auch mit mechanischen Mitteln zu bekämpfen.

Auch die Gemeinde Beetzendorf ist mit im Boot. "Wir haben unseren gefährdeten Eichenbestand gemeldet", erklärte Bürgermeister Heinrich Schmauch im Gemeinderat. Zusammen mit dem Bau- und Umweltausschussvorsitzenden sei man die Liste der Bäume durchgegangen, die man dem Kreis zukommen lassen hat. Ergebnis laut Ausschreibung: Zirka 300 Bäume sollen chemisch, weitere etwa 200 Bäume mechanisch behandelt werden, zum Beispiel durch Absaugen der Schädlinge. Letzteres betrifft laut Schmauch vor allem Eichen auf oder an Spielplätzen und Kindertagesstätten. "Die chemische Komponente würde bei der Eichenallee greifen", erläuterte er.

Auch Diesdorf und Wallstawe sind mit dabei

Die Finanzierung der Aktion, die am 13. April starten soll, erfolgt über die Gemeinde, die auch die konkreten Einzelaufträge erteilt. "Wir machen das nach Bedarf, da können dann auch noch Bäume hinzukommen oder wegfallen", kündigte Schmauch an. Insgesamt werde jetzt nachgeholt, was man lange versäumt habe. "Es wurde zu lange gewartet mit der chemischen Keule, das hätte man gleich im Anfangsstadium machen müssen", meinte der Ortschef.

Neben Beetzendorf beteiligen sich aus der Verbandsgemeinde auch Diesdorf (jeweils zirka 133 Bäume chemisch und mechanisch) und Wallstawe (zirka 66 Bäume chemisch, zirka 40 Bäume mechanisch) an der Ausschreibung. Dazu werden tausende Bäume an den Bundes-, Landes und Kreisstraßen und an Objekten des Kreises behandelt. Die Bekämpfung des Schädlings soll Ende August abgeschlossen sein, für die chemischen Maßnahmen ist aus Naturschutzgründen bereits der 20. Mai der Endtermin.

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