Die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Kunrau können mit 2014 zufrieden sein. Die Fusion mit anderen Betriebsgemeinschaften verlief reibungslos, die Holzpreise sind weiter auf einem hohen Niveau und bis 2018 sind Fördermittel sicher, hieß es am Donnerstag bei einer Versammlung.

Steimke l Am Donnerstagabend blieb im Steimker Saal kein Stuhl mehr frei. Es fand die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kunrau statt. Vorsitzender Gerhard Fiebig hielt den Bericht des Vorstandes. "Es war ein ganz normales Jahr ohne Probleme oder besondere Vorkommnisse", sagte er. Der Vorsitzende bedankte sich beim Betreuungsforstamt Westliche Altmark in Klötze sowie den Revierförstern Diana Fiedler und Jürgen Friedrichs für die gute Zusammenarbeit.

Außerdem erinnerte Gerhard Fiebig daran, dass die FBG Kunrau nunmehr einen Verbund mit den FBGen Dannefeld, Klötze, Immekath und seit Beginn dieses Jahres auch der FBG Beetzendorf bildet und innerhalb dieses Bündnisses mit 264 Mitgliedern die drittgrößte FBG ist. Die Gesamtfläche dieser Kooperative beträgt 6690 Hektar. "Das ist eine Größenordnung, die für potentielle Vertragspartner interessant ist", meinte der Vorsitzende und verwies darauf, dass jetzt alle Leistungen gemeinsam ausgeschrieben werden. Im Zuge des Zusammenschlusses, in dem es, das wurde 2014 deutlich, alles "hervorragend funktioniert", wurde auch eine "fast volle Stelle" geschaffen, die Jutta Rose bekleidet.

9580 Euro Fördermittel

Gerhard Fiebig informierte darüber, dass im vergangenen Jahr 3326 Festmeter Holz eingeschlagen wurden. "Mehr ist für unsere Verhältnisse nicht drin", wenn nichts Außergewöhnliches passiert, machte der Vorsitzende deutlich und verwies beispielhaft auf die Jahre 2011 (8354 Festmeter) und 2012 (6084 Festmeter), als infolge des Schneebruchs wesentlich mehr zusammenkam.

Für 2014 ist geplant, 3000 Festmeter Holz einzuschlagen. Das ist auch genau die Größenordnung, um Chancen auf die Mobilisierungsprämie zu haben. Für 2014 hat man 9580 Euro dieser Fördermittel bekommen, für 2015 wurden 9950 Euro beantragt. Die Mobilisierungsprämie, so Gerhard Fiebig, darf zehn Jahre lang in Anspruch genommen werden, im Falle der FBG Kunrau noch bis 2018. "Was danach kommt, weiß ich nicht. Da muss das Land sich regen." "Bis dahin können wir uns zurücklehnen."

Des Weiteren führte der Vorsitzende aus, dass die erzielten Preise für Industrieholz leicht gesunken sind, sich aber immer noch auf einem "sehr hohen" Niveau bewegen.

Schädlingsvermehrung

Im Anschluss kam Forstamtsleiter Helmut Jachalke zu Wort. Er bat die FBG-Mitglieder um Aufmerksamkeit, falls ihnen Motorsägen angeboten werden sollten. So waren Ende Januar aus der Ausbildungsstätte Zartau 19 neuwertige Modelle des Typs "Stihl 261 C" entwendet worden.

Darüber hinaus berichtete der Forstamtsleiter, dass sich die Belagsdichte des Kiefernspanners kreisweit erhöht hat. Falls der Schädling entdeckt wird, sollte unbedingt den Revierförstern Bescheid gegeben werden.

Im Übrigen gibt es eine Massenvermehrung bei Erd-, Feld- und Rötelmäusen. Die Nager, so warnte Helmut Jachalke, können massive Schäden anrichten. Bedroht sind insbesondere Laubholzbestände auf vergrasten Flächen Die Revierförster haben stellenweise schon eingegriffen.

Der Forstamtsleiter setzte die FBG-Mitglieder überdies darüber in Kenntnis, dass zum Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln künftig ein Sachkundenachweis notwendig ist.

Und: Bis Ende des Jahres werden im Bereich der FBG an speziellen Plätzen sogenannte Rettungspunkte eingerichtet. "Die Einsatzleitstelle in Stendal kennt diese Plätze", unterstrich Helmut Jachalke.

 

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