Auf der Anlage des Klötzer Kleingartenvereins Eichengrund gibt es nur fünf freie Parzellen. Der Leerstand liegt gerade mal bei 8,5 Prozent und damit weit unter dem Landesdurchschnitt von 40 Prozent.

Klötze l Am Sonnabend fand in der Gaststätte Zum Goldenen Löwen die Jahreshauptversammlung der Laubenpieper vom Eichengrund statt. Vorsitzender Carsten Falk blickte dabei auf 2014 zurück, das vom wechselhaften Wetter geprägt war. Die unstete Witterung hatte Einfluss auf die Ernte.

Was die Mitglieder angeht, gab es im vergangenen Jahr "ein Kommen und Gehen". Der Vorstand ist froh darüber, dass sich die vielen neuen Pächter, darunter etliche junge Familien, "sehr liebevoll" um ihre Kleinode kümmern.

61 Gärten sind belegt. Nur fünf stehen leer. Hierfür werden Pächter gesucht, vorzugsweise jung und mit Kindern. "Meines Wissens nach sind wir selbst in der Stadt Klötze der Kleingartenverein mit dem geringsten Leerstand", berichtete Carsten Falk nicht ohne stolz.

2014 gab es zur Pflege und Verschönerung der Anlage zwei Arbeitseinsätze. Die Beteiligung war jeweils recht gut, "danke an die Helfer", so der Vorsitzende. Wer aus beruflichen oder anderweitigen Gründen nicht an den Einsätzen teilnehmen konnte, übernahm individuelle Aufgaben und leistete auf diese Weise seinen Beitrag. Diese Möglichkeit soll weiter bestehen. Der Vorstand denkt darüber nach, dass für unbewirtschaftete Parzellen "Patenschaften" übernommen werden könnten.

Beim Wettbewerb des Bezirksverbandes in Zusammenarbeit mit der Volksstimme blieben die Eichengrundler 2014 erfolglos. Doch Carsten Falk zeigte sich optimistisch, dass es in Zukunft mithilfe der engagierten Mitglieder wieder aufwärts gehen wird. "Sicherlich werden wir in diesem Jahr besser dastehen. Ich weiß, dass ihr dafür bereit seid."

Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte sich der Vorsitzende bei den ehrenamtlichen Helfern in den Kommissionen sowie dem Vorstand für deren Tatkraft, "ohne die ein Vereinsleben nicht möglich wäre".

Sommerfest am 13. Juni

Eine Diskussion gab es nicht. Carsten Falk war darüber erfreut und überrascht zugleich und meinte scherzhaft: "So gut können wir doch gar nicht gewesen sein, dass ihr nichts zu sagen habt." Offenbar aber schon. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Auch die Wahl des neuen Fachberaters - Lars Raffel löst Harry Schreiber ab - endete einstimmig.

Im weiteren Verlauf der Versammlung kündigte Paul Joite an, dass er den Posten des Energiebeauftragten nach über 20 Jahren abgeben möchte. "Es wird Zeit", meinte er.

Carsten Falk brachte für diese Entscheidung Verständnis auf und dankte Paul Joite für die treuen Dienste. Der Vorstand hofft, dass spätestens bis zum Sommer jemand gefunden ist, der in die Fußstapfen von Paul Joite tritt, sodass genug Zeit zur Einarbeitung bleibt. Der Energiebeauftragte "ist der wichtigste Posten im Verein", hob Vize-Vorsitzender Volker Lindemann hervor. Denn: "Ohne Strom geht nichts."

Ferner wurde darüber informiert, dass in diesem Jahr die Neugestaltung der Terrasse am Vereinsheim abgeschlossen werden soll.

Die Termine für die Arbeitseinsätze sollen weiter kurzfristig im Aushang bekanntgegeben werden. "Es bringt nichts, wenn wir uns jetzt schon auf ein Datum festlegen, ohne zu wissen, wie das Wetter wird", unterstrich Carsten Falk.

Das alljährliche Sommerfest soll am 13. Juni über die Bühne gehen. Zur Gestaltung sind Ideen der Mitglieder gefragt. Auf jeden Fall soll den Kindern etwas Bestimmtes geboten werden, kündigte Carsten Falk an.