Kirchen im Pfarrbereich Klötze-Neuendorf und in Schwiesau sah sich der Bauausschuss des Gemeindekirchenrates genauer an. Ziel ist eine Kontrolle der baulichen Substanz, um auf Basis dieses Überblicks die dringendsten Arbeiten festlegen zu können.

Klötze l Eine kleine Autokolonne sorgte am Sonnabendvormittag in den Dörfern des Pfarrbereichs Klötze-Neuendorf plus Schwiesau für Aufsehen. Angeführt von Pfarrer Johannes-Michael Bönecke, fuhren die Mitglieder des kirchlichen Bauausschusses von Kirche zu Kirche, um die Gotteshäuser zu begutachten.

"Das ist eine Art Kontrolle", erläuterte Pfarrer Bönecke. "Wir gucken, was an Arbeiten machbar und was dringend erforderlich ist." Mit der Gesamtschau würden sie sich einen Überblick für spätere Arbeitsplanungen verschaffen wollen, bei dem keine Kirche vergessen wird. "Damit wir wissen, worüber wir reden", sagte er. Mit dabei waren Klaus Richter (Klötze), Gerhard Michaelis (Neuendorf), Remo Schwerin (Brüchau), André Schwerin (Nesenitz) sowie Günter Preetz und Jürgen Beneke aus Schwiesau. Für jede Kirche waren 30 Minuten eingeplant. In dieser Zeit sind die Gebäude vom Eingangsportal bis zum Turm begutachtet worden. Hier einige bisher aufgelistete Mängel:

In Brüchau ist eine Querdurchlüftung erforderlich. Zudem steht eine Lampe für den Außenbereich im Plan.

In der Siedentrammer Kirche sind die Probleme mit Nässe im Inneren schon zu riechen. Deutlich sichtbarer Grünbelag hat sich bereits gebildet. Auch hier soll eine Querdurchlüftung Abhilfe schaffen. Unübersehbar ist die Rissbildung im Kirchenschiff. Eine Dachrinne fehlt.

In der Lockstedter Kirche haben Maßnahmen gegen Nässe Wirkung gezeigt: Die erhebliche Geruchsbelästigung hat nachgelassen. Dennoch ist auch hier noch grüner Belag in einigen Bereichen am Boden zu sehen. Eine Querdurchlüftung soll helfen. Ein weiteres Problem waren lose Steine und ausgespülte Fugen im Mauerwerk.

Für die Neuendorfer Kirche steht ein Anstrich des Holzes am Fachwerkturm im Plan. Begutachtet wurden hier zudem die Mängel des Fußbodens im Altarbereich und das Friedhofstor.

Länger ist die Mängelliste am ehemaligen Pfarrhaus in Neuendorf: First und Dachrinne an der Pfarrscheune, Regenwasserableitung am Pfarrhaus, Marderschäden auf dem Boden, Badewanne nicht eingeputzt.

In der Kirche Hohenhenningen war ein Anstrich der Wände im Kirchenschiff nach Elektroinstallationen und Austausch von Fenstern erforderlich. Die Orgel war nicht spielbar. Die renovierte Haupteingangstür wies gravierende Schäden durch das Wetter auf.

In der Liste für die Nesenitzer Kirche stehen Schäden am Haupteingang und ein schadhafter Sockelbalken an der Trauerhalle.

Noch nicht erfasst ist die Kirche in Schwiesau. Grund: Die Schwiesauer Kirchengemeinde möchte erst seit kurzem mit Klötze-Neuendorf fusionieren. Die Klötzer Kirche war nicht Ziel der Tour. Pfarrer Bönecke weist darauf hin, dass die Mängelliste keine Beschlusskraft für zu erfolgende Arbeiten hat.

 

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