Um das Waldbad auf die neue Saison vorzubereiten, setzt der Apenburger Förderverein auch in diesem Frühling wieder auf die tatkräftige Hilfe der Einwohner. Mehrere Arbeitseinsätze sollen veranstaltet werden. Im Sommer feiert das Waldbad dann sein 60-jähriges Bestehen.

Apenburg l In diesem Jahr ist es genau sechs Jahrzehnte her, dass sich die Apenburger ihr Waldbad in zahllosen Arbeitsstunden selbst schufen. Bis heute existiert die beliebte Freizeiteinrichtung. Doch das Engagement der Bürger für das Bad wird nach wie vor benötigt. Schließlich ist die Erinnerung an 2013 noch allgegenwärtig, als die Tore des Waldbades das ganze Jahr geschlossen blieben und das endgültige Aus drohte. Erst der massive Einsatz der Apenburger, der sich in der großen Beteiligung an den Arbeitseinsätzen manifestierte, sorgte für einen Neubeginn im vergangenen Jahr.

Darauf setzt der Förderverein Waldbad Apenburg auch in diesem Frühjahr. Denn nachdem der Apenburg-Winterfelder Gemeinderat dem weiteren Betrieb der Einrichtung zugestimmt hat, gilt es, das Gelände für die 60. Saison vorzubereiten. In dieser Woche sind gleich mehrere Arbeitseinsätze geplant. "Dabei erhoffen wir uns tatkräftige Unterstützung unserer Bürger und Institutionen", erklärte Fördervereins-Vorsitzender Jürgen Ulrich. Es gelte einmal mehr unter Beweis zu stellen, "dass wir Bürger an der Gestaltung unserer Gemeinden mitwirken möchten und können".

Mit Fug und Recht könne man von einem gelungenen Schnellstart sprechen, was die erste Badesaison nach der Rettung anbelangt. "Natürlich wird es immer Dinge geben, die man rückblickend noch besser hätte machen können", meinte Jürgen Ulrich. Doch im großen und ganzen habe sich gezeigt, dass die Zustimmung des Rates zum Erhalt des Waldbades die richtige Entscheidung gewesen sei.

Zaun soll gestrichen und Gelände gesäubert werden

Mithelfen kann jeder auf ganz unterschiedliche Weise: durch das Anpacken bei den Einsätzen, durch eine Mitgliedschaft im Förderverein oder dem Bereitstellen von Technik. Aber auch durch finanzielle Unterstützung. "Es ist nicht zuletzt der Spendenbereitschaft von Betrieben, Institutionen und Bürgern zu verdanken, dass das Waldbad gerettet wurde", erklärte Jürgen Ulrich. Auch die Geldeinnahmen durch den Verkauf von Saison-, Familien-, Wochen- und Einzelkarten müssten erwähnt werden. "Ohne all diese Geldzuwendungen wäre die Bilanz 2014 nicht so positiv ausgefallen, zumal uns der Monat August wettermäßig nicht gerade verwöhnt hat", ist sich der Vorsitzende sicher.

Zu tun gibt es jede Menge, bevor das Waldbad in dieser Saison die ersten Badegäste begrüßen kann. So soll der Zaun einen neuen Anstrich bekommen, der über den Winter abmontiert war und trocken gestellt wurde. "Auf die Zaunpfähle kommen neue Metallabdeckungen, damit das Holz nicht fault", berichtete Jürgen Ulrich. Diese habe der Förderverein finanziert.

Aber auch beim Beseitigen des Laubes, dem Säubern des Beckens und der Vorbereitung der Freiflächen und Grünanlagen benötigt der Förderverein jede helfende Hand. "Ich hoffe, dass wir wieder eine so hohe Beteiligung erreichen können wie bei unserem ersten Einsatz im vergangenen Jahr, als bis zu 70 Leute kamen", meinte der Vorsitzende.

Rettungsschwimmerinnen verbringen Urlaub vor Ort

Gute Nachrichten gibt es auch in punkto Rettungsschwimmer. Die waren in der vergangenen Saison nicht immer in ausreichender Zahl vorhanden, weshalb es das eine oder andere Mal zu kurzzeitigen Schließungen der Freizeiteinrichtung kam. "Zwei junge Frauen aus dem Altmarkkreis haben sich in Salzwedel als Rettungsschwimmerinnen ausbilden lassen und bereiterklärt, ihren Urlaub im Sommer hier in Apenburg zu verbringen", freute sich Ulrich.

Nach wie vor suche man aber weitere Freiwillige, die als Rettungsschwimmer während der Saison zur Verfügung stehen. Zudem setze man auf die Zusammenarbeit mit den Bädern in Klötze, Dähre und Salzwedel.