Es gibt viel zu tun an den Kirchen des Pfarrbereichs Klötze-Neuendorf. Einen Überblick vom Zustand der Gotteshäuser verschafften sich jetzt die Mitglieder des kirchlichen Bauausschusses. Pfarrer Johannes-Michael Bönecke stellte im Volksstimme-Gespräch die aktualisierte Liste vor.

Klötze l Einen ganzen Vormittag nahmen sich die Mitglieder des Bauausschusses am Sonnabend Zeit, um jede Kirche des Kirchspiels unter die Lupe zu nehmen (Volksstimme berichtete). Das Ergebnis wird eine Liste mit den erforderlichen Arbeiten sein, die noch erledigt werden müssen. Allerdings zeigt diese Liste nur die Mängel und nicht die beschlossenen Arbeiten, die in diesem Jahr erledigt werden.

Mit eingeplant sind weiterhin die Arbeiten an der Brüchauer Kirche: Dort fehlen eine Dachrinne und eine Außenlampe. Für den Innenraum wird eine Querdurchlüftung benötigt.

Ähnlich ist die Situation in Siedentramm. Auch dort fehlen Dachrinne und Außenlampe. Eine Durchlüftung ist wegen der Nässe innen dringend erforderlich. Außerdem haben sich Risse im Kirchenschiff gebildet.

Fortschritte sind in der Lockstedter Kirche ersichtlich. "Die Dachrinne hat deutlich gegen die Feuchtigkeit im Inneren geholfen", sagte Pfarrer Bönecke. Dennoch ist Geruch durch die Nässe vorhanden. Dem soll eine Querdurchlüftung Abhilfe schaffen. Lose Steine im Gesims sind befestigt, das Außenmauerwerk ist saniert.

Am Neuendorfer Friedhof ist das Außentor erneuert worden. Der Fußboden im Altarbereich senkt sich, "das ist aber nicht akut", so Pfarrer Bönecke. Wenn Arbeiten innen erfolgen, werde der Fußboden dort mit saniert. Einen Anstrich soll das Holz im Fachwerkturm bekommen. "Das gilt auch für die Kirchen in Siedentramm und Lockstedt", stellte Bönecke in Aussicht.

In Hohenhenningen ist die Außenlampe installiert. Weiter vorgesehen ist die Innenrenovierung. "Darauf liegt das Hauptaugenmerk", hob Pfarrer Bönecke hervor. Allerdings erweist sich das als schwierig, denn ein Gutachter stellte fünf Farbtöne im Original fest, die laut Pfarrer "recht dunkel wirken". Im Turm befinden sich zudem Taubennester. Ein Schutzdraht soll die Vögel fernhalten. Schäden an der Haupteingangstür müssen beseitigt werden. Die Orgel ist nicht bespielbar.

Abgearbeitet sind die Mängel in Nesenitz. "Hier hat sich viel getan. Die Trauerhalle ist top geworden", freute sich Pfarrer Bönecke. Dafür habe die Stadt die Handwerkerarbeiten übernommen, die Nesenitzer erledigten viel in Eigenarbeit.

Den größten Nachholbedarf weist die Schwiesauer Kirche auf. Die Schwiesauer kooperieren seit einiger Zeit mit dem Pfarrbereich Klötze-Neuendorf, die Fusion ist für Anfang 2016 vorgesehen. Deshalb erfolgte zunächst eine Bestandsaufnahme. "Dort sind gravierende Arbeiten erforderlich", betonte Pfarrer Bönecke. Beispielsweise müsse der Pfeiler am Eingang zum Kirchhof erneuert werden, ebenso die Kirchhofstore. Letzteres stehe kurz vor der Genehmigung. Wegen starken Vogelflugs brauche die Kirche neue Schall-Luken. "Die Fensteröffnungen am Kirchenschiff und an anderen Stellen müssen mit Vogelschutzgitter abgedichtet werden", erläuterte Johannes-Michael Bönecke. Dringend erforderlich ist das Verfugen des Turms außen, danach innen. "Jetzt müssen wir gucken, was dieses Jahr machbar ist", sagte Pfarrer Bönecke.

Nicht mehr in den Aufgabenbereich der Kirche fällt das alte Pfarrhaus in Neuendorf, weil es inzwischen verkauft worden ist.