Ein erfolgreiches Jahr 2014 liegt hinter der Klötzer Wohnungsbaugesellschaft (Wobau). Geschäftsführer Jens Passier informierte im Gespräch mit der Volksstimme über erfolgte Investitionen. Dabei stellte sich heraus, dass die geplante Summe wesentlich übertroffen worden ist.

Klötze l Ihr Wohnungsbestand ist das Pfund, mit dem die Wobau wuchern kann. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn viel Geld in die Hand genommen wird, um den Mietern das Wohnen so angenehm wie möglich zu gestalten. "Insgesamt haben wir im vergangenen Jahr 587.841 Euro in unsere Wohnungen investiert", rechnete Jens Passier vor. Davon realisierten Fremdfirmen ein Volumen von 500.292 Euro, eigene Mitarbeiter 87.549 Euro. Das ist wesentlich mehr als geplant, vorgesehen waren lediglich 400.000 Euro. "Das ist eine stolze Summe für eine kleine Gesellschaft wie unsere. Nicht einmal Großprojekte waren dabei", befand Jens Passier.

Investiert worden ist das Geld hauptsächlich in Wohnungsumbauten, Badsanierungen und neue Elektroanlagen. Darauf soll laut Jens Passier auch im laufenden Jahr das Hauptaugenmerk liegen, meistens bei Neubezug. Werden bewohnte Einheiten saniert, wird in Absprache mit den Mietern eine Modernisierungsumlage erhoben. Allerdings kann Jens Passier auf konkrete Projekte erst später eingehen, weil die Sitzung des Aufsichtsrats im April stattfindet.

Hier die größten Investitionen 2014 im Detail: An der Bahnhofstraße 65/66 in Klötze ist die Umfahrung erneuert worden, ebenso die Abwasser- und Regenwasserleitungen. "Restarbeiten erfolgen in dieser Woche, weil ein Baum gefällt werden musste", erläuterte Jens Passier. Eine Tiefbaufirma werde das letzte Stück Abwasser- und Regenwasserleitung verlegen.

In der August-Bebel-Straße 2 und 3 in Klötze sind die Kellereingänge erneuert worden. Neue Fenster bekamen die Kellereingänge im Klötzer Wohngebiet An der Wasserfahrt 47 bis 50. Gegenüber im Hegefeld 7 bis 9 ist von den durchlässig gewordenen Balkon-Bodenplatten die Beschichtung abgetragen und erneuert worden. "Das hatten wir in drei Tagen statt in einer Woche durchgezogen", so Passier. Damit sei die Belastung für die Mieter deutlich geringer gewesen.

In der Bahnhofstraße 2 bis 2b in Kusey war geplant, die Heizungen durch energiesparende Brennwertheizungen zu ersetzen. Drei Heizungen sind bereits komplett ausgetauscht, weitere sollen in diesem Jahr folgen. 28 Wohneinheiten gibt es dort insgesamt. Die Modernisierung der Treppenhäuser ist auf das Frühjahr 2015 verschoben worden.

Das Haus Neuferchauer Straße 5 in Kunrau bekam einen neuen Eingangsbereich. Über die Dachterrasse war ständig Wasser eingedrungen. Schimmel hatte sich gebildet.

Am Gebäude Ristedter Straße 22 in Immekath stellte die Balkonbrüstung ein Problem dar. Trotz Sanierung zerfielen die Brüstungselemente und die Brüstung selbst war zu niedrig. Das alte Geländer ist durch verzinkte Element ersetzt worden.

Insgesamt hat die Wobau 623 Wohnungen in ihrem Bestand, allein 450 davon in Klötze selbst, in den anderen Ortsteilen 173. Die Vermietung bezeichnete Jens Passier als sehr gut, den Leerstand an Wohnungen als konstant.

Zusätzlich wurden der Giebel am Haus Hegefeld 32 in Klötze sowie eine Wand am Einkaufsmarkt in der Poppauer Straße von Marius Förster gestaltet (Volksstimme berichtete jeweils).

Verschoben werden musste auf dieses Frühjahr die Sanierung von Eingangswegen am Haus der Kunrauer Lindenstraße 7 bis 9, weil die damit beauftragte Firma Insolvenz anmeldete.

   

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