Oebisfelde l Mitglieder des Oebisfelder Heimatvereins haben sich Gedanken um das lästige Graffitisprühen im Stadtgebiet gemacht und einen Antrag zum Aufstellen von Graffiti-Sprühwänden an den Ortschaftsrat gestellt. Aufgestellt werden sollen sie nach Meinung der Heimatfreunde auf dem Spielplatz am Verbindungsweg zwischen Lessing- und Lindenstraße. Kosten würden der Kommune für dieses Projekt nicht entstehen. Denn der Verein möchte versuchen, die Wände, Betonelemente in L-Form, möglichst kostenneutral zur Verfügung zu stellen.

Das unerwünschte Graffitisprühen zeuge nach Ansicht des Vereins vom Drang der Jugend sich mit der Sprühflasche in der Hand schöpferisch zu betätigen. Obwohl zum Großteil dabei nur sinnlose Schmierereien, platziert auf privaten und öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen (siehe beispielsweise Bahnhofstunnel), herauskommen würden. Mit schöpferischen Drang habe das wenig zu tun.

Die Mitglieder des Ortschaftsrates schlossen sich am Montagabend während ihrer Sitzung im Burgverbinder jedenfalls dem Vorschlag des Heimatvereins, zuvor sei bereits ein Vororttermin über die Bühne gegangen, an.

Allerdings hatten sie "Bauchschmerzen", wie es Ortschaftsrätin Sabine Bastigkeit (Die Linke) formulierte, mit dem vorgesehenen Standort Spielplatz. Sollten dort die Betonwände aufgestellt werden, würde es ziemlich eng werden. Beispielsweise müssten, je nach Standort der Wände auf dem Spielplatz, Spielgeräte versetzt werden.

Um noch mehr Sprühfläche zu bekommen, unterbreitete der Heimatverein auch den Vorschlag, die in Nachbarschaft des Spielplatzes befindlichen Garagen, konkret eine Seitenwand, mit einzubeziehen. Dazu müssten aber Absprachen mit der Wohnungsbaugesellschaft, Eigentümerin der Garagen, getroffen werden.

Dämmchen im Gespräch

Die Ortschaftsräte tendierten jedoch zu anderen Standorten. Auf den Tisch kamen unter anderem Flächen am Rodelberg auf dem Dämmchen, dort befand sich einst die Badeanstalt, sowie am Gehege. Zu einer Entscheidung in puncto Standort kamen die Frauen und Männer um Ortsbürgermeisterin Bogumila Jacksch am Montag noch nicht. Das rief UWG-Rat Klaus Gerike auf den Plan: "Wir sollten Nägel mit Köpfen machen und uns vor allem keine Endlosdiskussion aufzwingen lassen. Das Gezerre um das Aufstellen der Bänke vor der Burg sollte uns ein Beispiel sein."