Darnebeck/Jeeben l Eine gefühlte Ewigkeit ist die Kreisstraße zwischen Jeeben und Darnebeck wegen der laufenden Brückenerneuerung schon gesperrt. Und mit Beginn des Frühlings häufen sich die Fragen von Autofahrern, die die Strecke sonst immer passieren und seit Mitte September vorigen Jahres eine längere Umleitung über Klötze in Kauf nehmen müssen, wann denn die Bauarbeiten endlich beendet sind.

Die Volksstimme hat sich am Mittwoch vor Ort umgesehen und ist auf Bauarbeiter gestoßen, die aufräumen und zusammenpacken. "Die beiden Brücken sind soweit fertig", hieß es auf Nachfrage. Jetzt seien die Straßenbauer am Zuge. Die müssen die Fahrbahn zwischen den beiden Bauwerken und die Anschlüsse an die vorhandene Straße wiederherstellen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann die Verkehrsfreigabe erfolgen.

Altmarkkreis: Bauarbeiten sind zwei Wochen voraus

Mit dem Beginn der Straßenbauarbeiten wird in der Woche nach Ostern gerechnet. Aber auch rings um die Brücken, die über die Jeetze und den Kanal-graben führen, ist noch einiges zu tun. So sind Arbeiten an der Böschung notwendig, eine Otterbärme wird errichtet und die noch aus dem Wasser ragenden stählernen Spundwände müssen abgebrannt werden.

Zwar waren etliche Wochen der bisherigen Bauphase nicht ganz frostfrei, aber der Winter hat trotzdem kaum Auswirkungen auf den Ablauf. Im Gegenteil: Die Arbeiten liegen im Zeitplan sogar zwei Wochen voraus, wie Kreissprecherin Birgit Eurich auf Nachfrage der Volksstimme mitteilte. Wie geplant sei deshalb Ende Mai mit der Fertigstellung und der Freigabe der Straße für den Verkehr zu rechnen.

Bis dahin müssen auch noch die Brückengeländer angebracht, Pflasterarbeiten durchgeführt sowie Hochstämme und Feldgehölze gepflanzt werden.

Schwerere Fahrzeuge können künftig passieren

Die beiden neuen Brücken bestehen aus Stahlbeton und ersetzen die bisherigen, ziemlich maroden Bauwerke, die abgerissen wurden. Auf ihnen können künftig deutlich schwerere Fahrzeuge als bisher die Jeetze und den Kanalgraben in Richtung Jeeben-Beetzendorf beziehungsweise Darnebeck-Ristedt-Immekath überqueren. Bisher bestand eine Begrenzung von 15 Tonnen.

"Spielzeugbrücken" und Riesenbauwerke

Den Auftrag für den Brückenneubau erhielt eine Oebisfelder Fachfirma - die gleiche, die unlängst auch die Hartau-Brücke in Nieps erneuert hat. Für die Brückenbauer sind solche kleinen Überquerungen nichts Besonderes. "Das sind Spielzeugbrücken", schmunzelte einer der Bauarbeiter am Mittwoch. Man habe aber auch Erfahrungen mit deutlich größeren Bauwerken, etwa an Autobahnen oder der Bundesstraße 4 bei Gifhorn. Letztere, zirka 220 Meter lange Brücke, wird von den Oebisfeldern ebenfalls seit September neu gebaut und soll bis Jahresende fertig sein.