Die Altensalzwedeler Feuerwehrleute wünschen sich weiterhin einen Sanitäranbau am Gerätehaus. Der Förderverein will jetzt ein Konzept dafür erarbeiten.

Altensalzwedel l Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Altensalzwedel haben im Vorjahr insgesamt 672 Ausbildungs- und Einsatzstunden geleistet. Diese Zahl nannte Ortswehrleiter Andreas Mattausch während der Jahreshauptversammlung im Kulturhaus. 26 der 47 Mitglieder seien aktiv. Die Ausbildung erfolge dienstags aller zwei Wochen in der Ortswehr und freitags aller vier Wochen in der Gemeinde.

"Wir haben 29 Dienste im Vorjahr angeboten. Manche nehmen es leider nicht so genau mit dem Abmelden", verwies er auf eine teilweise nur geringe Teilnahme. Am aktivsten seien Marie-Christin Busse, André Rieke und Holger Riebau gewesen, lobte Andreas Mattausch.

Die Wehrleute mussten 2014 zu vier Einsätzen ausrücken: zu einer starken Rauchentwicklung nach Hagen, zu einem vermuteten Schornsteinbrand nach Saalfeld, zu einer Ölspur zwischen Altensalzwedel und Dambeck sowie als Tragehilfe für den Rettungsdienst. Der Ortswehrleiter wies darauf hin, dass es in der Region mit dem Digitalfunk nach wie vor Probleme gebe. "Das ist ein Schuss in den Ofen", machte er seinem Unmut Luft. Zudem konnte er nicht verstehen, dass zum Beseitigen einer Ölspur kurz vor dem Altensalzwedeler Ortseingangsschild die Salzwedeler Stadtwehr als erste alarmiert wurde.

Als positiv wertete er die Einsatzübungen für alle Wehren des Fleckens Apenburg-Winterfeld. So sei der Umgang mit Schere und Spreizer trainiert worden. Chloraustritt sei als ein weiteres Szenario angenommen worden. In Hagen, bei einem angeblichen Brand in der Ferkelanlage, sei festgestellt worden, dass es dort zu wenig Wasserentnahmestellen gebe. "Wir mussten das Wasser von der Purnitz hochpumpen", erinnerte Andreas Mattausch. Auch das Training in Recklingen, wo es darum ging, einen unter einen Holzlaster geratenen Radler samt Drahtesel zu befreien, sei gut angekommen.

Die technische Ausstattung der Ortswehr sei in einem guten, das Feuerwehrhaus dagegen in einem schlechten Zustand, merkte der Ortswehrleiter an. Die Kameraden wünschen sich weiterhin einen Sanitäranbau am Feuerwehrhaus. Einst konnten die Toiletten der gegenüberliegenden Gaststätte genutzt werden, doch diese sei geschlossen. "Bis zu unserem Raum in der Kindertagesstätte zu fahren, das ist ganz schön weit", so Andreas Mattausch. Der Förderverein der freiwilligen Feuerwehr wolle ein Konzept erarbeiten, wie dieses Bauvorhaben umgesetzt werden könnte. "Die Begründung ,wir haben kein Geld` haben wir auch schon vom Bürgermeister gehört, als wir noch eine eigenständige Gemeinde waren", erklärte er den Vorstoß.

Dem Förderverein würden derzeit 40 Mitglieder angehören, informierte dessen Vorsitzender Stefan Riebau. Ein Heißlüfter, Stahlschränke und Metallkisten fürs Feuerwehrhaus seien gekauft worden. Um Gelder für den Anbau der Sanitäranlagen zusammenzubekommen, sollen auch Jagdgenossenschaft und Gemeinde angesprochen werden. Zuvor müsse jedoch mit dem Finanzamt geklärt werden, was möglich sei, hieß es.

Christiane Lüdemann, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf, lobte das Engagement, ein Konzept erarbeiten zu wollen. Wenn es vorliege, dann könne man sich zusammensetzen und darüber reden, bot sie an.

Ronny Runge, stellvertretender VG-Wehrleiter, berichtete, dass sich sowohl Gemeinde als auch VG beim technischen Polizeiamt beschwert hätten, weil die Funkbedingungen im Flecken so problematisch seien. Laut Amt seien 95 Prozent des Fahrzeugfunkes abgedeckt. Handsprechfunkgeräte seien scheinbar nicht so wichtig. "Wir stehen wie die Deppen da und geben uns Rauchzeichen", merkte er an.