Ostersonntag lag nicht nur über Oebisfelde markanter Brandgeruch in der Luft. Vielerorts stiegen noch Rauchschwaden von den Osterfeuerplätzen auf. Vorbei waren die Stunden voller Frohsinn und Geselligkeit am "großen Lagerfeuer". Die Suche nach Geschenken begann.

Oebisfelde l Für die Menschen in Stadt und Land sind diese Brauchtumsfeuer offensichtlich eine der beliebtesten Veranstaltungen im Jahresablauf. In Oebisfelde, Breitenrode, Weddendorf, Niendorf und Buchhorst pflegen deshalb die ältesten Gemeinschaften der jüngeren deutschen Geschichte, nämlich die Feuerwehren, diesen gesellschaftlichen Schatz.

Dass dabei die Kameradschaftskasse mit dem Angebot von Speis und Getränken einen mehr oder minder kräftigen finanziellen Schub erhält, das wiegt kaum im Vergleich für die Mühen der Vorbereitung.

In Breitenrode wurde das Fest mit einem Ummarsch samt Blasmusik vom Musikzug der örtlichen Feuerwehr eröffnet. Wie das Osterfeuer, so gehören auch Günter und Ursula Schmidt zum Dorfleben. Das geschätzte Rentner-Ehepaar wurde von zig Besuchern herzlich am Feuerplatz begrüßt. Dafür ging es der Strohpuppe hoch oben auf dem Gehölzhaufen schnell an den Kragen. Die Flammen schlugen schon nach wenigen Minuten über den "Breitenroder Brandwächter" zusammen, den Fabian und Lukas Meinke, Alex Keller und Jonas Lex gebaut und auf die Spitze des Brandhaufens platziert hatten.

Bei Knack- und Bratwurst, Glühwein, Bier, Mineralwasser oder eben nur zur Unterhaltung blieb man hier wie dort lange am Osterfeuer beisammen - wie es eben noch gute Sitte in Stadt und Land ist.