Die Volkssolidarität hat der Sportgruppe der Oebisfelder Seniorinnen unter Anleitung von Doris Grimm die Nutzung des Übungsraumes im Mehrgenerationenhaus gekündigt. Die Aufregung und der Ärger ist groß. Hilfe hat nun spontan die Stadt angeboten.

Oebisfelde l Dass die Kündigung das gute Recht des Regionalverbands der Volkssolidarität (VS) Ohre-Börde ist, das nehmen die rund 30 Oebisfelder Seniorinnen hin. Aber wie das Ganze gelaufen ist, das kritisieren alle 30 Frauen beider Gruppen, heißt es von Übungsleiterin Grimm, die dieses regelmäßige Angebot für einen Physiotherapie-Betrieb anbietet. Für die fast ausnahmslos über 70 Jahre alten Frauen gehören diese Übungsstunden zu ihrem Alltag wie Essen und Trinken. Die Mitmach-Gebühr von 2 Euro zahlen sie gern, hieß es gestern unisono aus den Gruppen.

Von der Geschäftsstelle der VS Ohre-Börde in Haldensleben war zu erfahren, dass diese Kündigung aufgrund "von innerbetrieblichen Zwängen" erfolgt ist. Die schriftliche Information geht noch diese Woche per Post an die Sportgruppe heraus. Die Aufkündigung der Nutzung gewährt den sportlichen Seniorinnen allerdings eine vierwöchige Karenzzeit.

Ein spontanes Hilfsangebot erhält Doris Grimm aus dem Rathaus. Die Stadt als Eigentümerin des Mehrgenerationenhauses bietet die Nutzung eines anderen Raumes im MGH für ein Entgelt von 5 Euro/Stunde an. Für die Nutzung in der kalten Jahreszeit wird es etwas mehr sein. Kostenlos geht nicht, hieß es gestern von Bürgermeisterin Silke Wolf auf Anfrage der Volksstimme.