Ein Baum stand am gestrigen Sonntagvormittag besonders im Mittelpunkt: der Feldahorn, Baum des Jahres 2015. Ein Exemplar dieser Art ist seit gestern auch im Klötzer Wald zu finden.

Klötze l Noch ist der Stamm dünn und zierlich und nicht besonders lang. Doch auch in einigen Jahren, wenn sich die kleine Pflanze langsam in einen Baum verwandelt hat, wird dieser wohl immer noch eher unscheinbar sein. Denn der Feldahorn erreicht keine besonders große Höhe, erklärten am gestrigen Sonntag die Lehrlinge des Betreuungsforstamtes Westliche Altmark.

Bevor ein kleiner Feldahorn gepflanzt wurde, hatten vier der Auszubildenden noch die wichtigsten Eckdaten und Interessantes über den Baum des Jahres 2015 vorgelesen. So wird dieser rund 200 Jahre alt und ist in freier Natur eher an Hecken und Waldrändern zu finden. Im Herbst färben sich seine Blätter goldgelb. Sein Holz ist hart und schwer. Früher, so hatten die Jugendlichen herausgefunden, haben die Blätter den Menschen manchmal auch als Ersatz für Sauerkraut gedient.

Wissenswertes zur Douglasie vermittelt

Begleitet von Klängen einiger Jagdhornbläser fand ein kleines Exemplar des Acer campestre, so der wissenschaftliche Name des Feldahorn, einen Platz auf der Streuobstwiese im Klötzer Wald. Mit Spaten in der Hand schufen Uwe Hübner, Geschäftsführer der Seethener Baumschule, die die Pflanze zur Verfügung stellte, sowie Roland Schuppe, Lehrausbilder im Forstamt und Lehrling Hendrik Hetfleisch dem Bäumchen ein neues Zuhause.

Die Pflanz-Aktion war der Höhepunkt am "Tag des Baumes", zu dem das Betreuungsforstamt Westliche Altmark in Klötze eingeladen hatte. Zuvor wanderten die zahlreichen Naturfreunde, die der Einladung gefolgt waren, noch durch den Forst. Und bekamen dabei an zwei Stationen Wissenswertes über die Douglasie zu hören.

So berichtete Susanne Klaweit, Revierförsterin in Jübar, dass die immergrünen Nadelbäume ein Alter von bis zu 400 Jahren erreichen können. An der Westküste Amerikas seien aber auch schon Exemplare entdeckt worden, die rund 800 Jahre alt waren. Die Nadelhölzer, die bis zur letzten Eiszeit auch in Europa heimisch waren und später wieder eingeführt wurden, machen einen Anteil von etwa zwei Prozent am Baumbestand in Deutschland aus, wusste der Apenburger Förster Sebastian Lippold an anderer Stelle zu berichten. Ihr sehr hartes Holz eigene sich gut für den Bau von Dachkonstruktionen ohne Schutzanstrich.

   

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