Was bei der Zucht von Honigbienen zu beachten ist, lernten Hobby-Imker am Sonnabend in Klötze während eines Vortrages.

Klötze l Nur wenige Imker in Deutschland würden auch aktiv eigene Bienen züchten, erklärte Marion Schröder am Sonnabendvormittag während ihres Vortrages zur ersten diesjährigen Fortbildungsveranstaltung des Klötzer Imkervereins. Da waren die rund 30 Hobby-Imker, die daran teilnahmen, keine Ausnahme. Denn als die Fachfrau in die Runde fragte, wer denn selbst züchten würde, blieben die Hände der Zuhörer unten. Gut die Hälfte von ihnen würde sich aber ab und zu Zuchtmaterial besorgen, wie eine weitere Abstimmung zeigte. Während des Vortrages von Marion Schröder, die viele Jahre lang am Bieneninstitut in Hohen Neuendorf gearbeitet hat, konnten die Teilnehmer einiges über die Zucht und Besamung von Honigbienen erfahren.

Das Heranziehen eigener Bienen ist demnach nicht einfach. Richtlinien und Anforderungen von Zuchtorganisationen müssten eingehalten werden, erklärte Schröder. Verantwortlich ist der Landeszuchtverband. "Bei der notwendigen Datenerfassung gibt es viel zum Aufschreiben", fuhr die Fachfrau fort.

Auch sei es wichtig zu überprüfen, ob es sich um Tiere einer einzelnen Rasse handelt. Denn Biene ist nicht gleich Biene. Ende der 1960er Jahre habe sich die Carnica bei den Züchtern durchgesetzt. Das Problem war aber, dass die bis dahin bevorzugte Dunkle Biene auch noch da war. Durch die Kreuzung beider Rassen hätten sich damals starke Stecher entwickelt. "Die kamen wie die Hyänen. Ich habe noch eine vage Vorstellung daran, wie es ist, wenn sich Rassen kreuzen", erinnerte sich Marion Schröder an ihr Berufsleben am Bieneninstitut zurück. Wichtig sei deshalb bei der Zucht, Kreuzungen bestenfalls zu vermeiden.