Klötze l Was es mit dem "Enkeltrick" auf sich hat, wie Senioren unseriöse Haustürgeschäfte erkennen und sich davor schützen können, wie sich die Kriminalstatistik im Altmarkkreis Salzwedel entwickelt hat und welche gefühlten Auswirkungen die neue Organisationsstruktur der Polizei hat, all das erfuhren die Mitglieder der Selbsthilfegruppe des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Klötze am Mittwochnachmittag bei ihrem monatlichen Treffen in der Gaststätte "Zum Goldenen Löwen" in Klötze. Die Vorsitzende Hannelore Maziej hatte mit Polizeihauptkommissar Frank Semisch vom Salzwedeler Polizeirevier einen kompetenten Referenten für die 20 Zuhörer aus Klötze, Kusey, Beetzendorf und Steimke gewinnen können, der auf Wunsch der Gastgeber während seines Vortrages auch den Bildprojektor und einen Videofilm zum Einsatz brachte.

Konstante Unfallzahlen

Wie Semisch berichtete, sei die Kriminalität im Altmarkkreis entgegen der Annahme in der Bevölkerung rückläufig. Er untermauerte das mit eindrucksvollen Zahlen. Habe es vor zehn Jahren, also 2004, im Kreisgebiet insgesamt 7498 Fälle - von der Anzeige wegen Diebstahl bis hin zu Delikten gegen Menschen - gegeben, seien im vergangenen Jahr noch 4692 Fälle zu verzeichnen gewesen.

Das Unfallaufkommen im Straßenverkehr sei dagegen mit 3019 Unfällen im Jahr 2014 relativ konstant geblieben. Diese Zahlen waren für die Sehbehinderten ebenso interessant wie die Ausführungen zur Abzocke von Senioren durch den sogenannten "Enkeltrick". Zudem gab Semisch Hinweise, wie vermeintlichen Betrügern bei Haustürgeschäften wirkungsvoll begegnet werden kann.

Grillnachmittag geplant

Auch beim nächsten Treff Selbsthilfegruppe, am dritten Mittwoch im Mai, steht ein Vortrag auf der Tagesordnung. Dann werde Ulrich Koppe über das Thema Honig referieren. "Im Juni und Juli unternehmen wir dann Fahrten", gab Hannelore Maziej einen Ausblick auf die Sommmermonate. So stünde beispielsweise der traditionelle Grillnachmittag in Kusey an.

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