Jahrstedt l Die fast 70 Erzieherinnen aus den acht kommunalen Kitas und zwei Horten der Stadt Klötze haben am Sonnabend in Jahrstedt den erfolgreichen Abschluss einer Fortbildung gefeiert. Die Frauen hatten an dem vom Europäischen Sozialfonds geförderten 100-Stunden-Programm mit dem etwas sperrigen Titel "Bildung: elementar - Bildung von Anfang an" teilgenommen und diese Ausbildung teilgenommen.

Hierbei, so erklärte Referentin Anja Woithe im Gespräch mit der Volksstimme, ging es darum, sich mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinander zu setzen und die eigene pädagogische Grundhaltung zu reflektieren, damit die Bildungsprozesse der Kinder angemessen unterstützt werden können.Mit anderen Worten: Die Kitas haben ihre Konzeptionen beispielsweise dahingehend verändert, dass die Kinder künftig mehr ihre Bedürfnisse äußern können. "Es geht nicht, dass Erwachsene ihnen alles vorleben", erläuterte Anja Woithe. Stattdessen sollen Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen, Vorschläge unterbreiten und sich selbst einbringen. Denn: "Kindern ist das durchaus zuzutrauen. Es fördert ihre Entwicklung, sie lernen Verantwortung zu übernehmen." All das, so betonte die Referentin, bedeutet aber nicht, dass die Kinder fortan tun und lassen dürfen, was sie wollen. "Regeln existieren nach wie vor, dürfen aber hinterfragt werden."

In der Praxis soll das beispielsweise so aussehen, dass es altersübergreifende Gruppen geben wird. Die Entwicklung der Kinder soll noch genauer beobachtet werden. Die Eltern sollen mehr eingebunden werden. Die Arbeit soll transparenter werden.