Ristedt l Detlef Behrends und Heidi Behrends - so heißen die neuen Majestäten in Ristedt. Dort wurde am Wochenende ein zünftiges Schützenfest zelebriert. Los ging es am Sonnabend mit der Proklamation sowie einem Tanz für Jung und Alt im Saal der Agrargenossenschaft. "Wir hatten eine volle Hütte", berichtete Pressewart Lothar Schwerin. "Es war der Hammer", schwärmte auch Vorsitzender Andreas Diebe.

Am nächsten Tag begrüßte er bei bestem Frühlingswetter die Freiwillige Feuerwehr Ristedt, den Gemischten Chor Ristedt, die Freiwillige Feuerwehr Ristedt, den Spielmannszug Steimke sowie die Schützenvereine aus Quarnebeck, Mieste, Rohrberg, Köckte, Jübar und Klötze zum Umzug. Zwischenstation war das Haus der frisch gekürten Regenten. Ehre, wem Ehre gebührt: Detlef und Heidi Behrends durften in einer Limousine Platz nehmen, einem Ford Galaxie, Baujahr 1967, und wurden von Guido Jacob den weiteren Weg chauffiert. Obligatorisch erfolgte am Denkmal das Niederlegen eines Kranzes. Dazu gaben Klötzer Schützen Salutschüsse ab.

Dann war die Zeit für Ansprachen gekommen. Diebe berichtete, dass der Schützenverein Ristedt am 20. April 1990 aus der Taufe gehoben wurde und in der Nachfolge der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) "Arthur Becker" steht. Bei der Gründung waren es 28 Mitglieder, aktuell sind es noch 20, wobei neben Diebe auch Bodo Müller und Siegfried Gase von Anfang an dabei sind. Für diese Treue bekamen die Herren eine Spange verliehen. Seit 1990 wird am 1. Mai sowie am 3. Oktober zu Preisschießen eingeladen. Seit der Gründung gibt es auch Schützenkönige. Der erste war Horst Wilke (siehe Infokasten)

Erster Vorsitzender des Vereins war Bodo Müller. 2006 übernahm Andreas Diebe dieses Amt. Im Vorstand wird er gegewärtig von seinem Stellvertreter Henry Meyer, dem Kassenwart Siegfried Gase, der Schriftführerin Manuela Diebe, dem Pressewart Lothar Schwerin sowie dem Schießsportleiter Reinhard Klopp unterstützt.

1992 wurde der alte, offene 50-Meter-Kleinkaliber-Schießstand gesperrt. Vorübergehend musste deshalb in eine Scheune ausgewichen werden, wobei dort nur das Schießen mit dem Luftgewehr möglich war. 1994 wurde der alte Schießstand mit Saal abgerissen und die Vorbereitungen für einen Neubau begannen. Bis zur Grundsteinlegung dauerte es aber noch bis zum 4. Dezember 1999. Der geschlosse 50-Meter-Kleinkaliber-Schießstand konnte dank der Gelder von Kreis- und Landessportbund sowie der Gemeinde realisiert werden. Gleichzeitig entstand aus Eigenmitteln des Schützenvereines das Vereinsheim mit Küche, Aufenthaltsraum und getrennten sanitären Anlagen. All das wurde 2004 eingeweiht.

Andreas Diebe betonte, dass beim Schützenverein Ristedt weniger das Schießen, sondern vielmehr das Brauchtum, die Kontaktpflege zur Bevölkerung und die Verbundenheit mit anderen Vereinen im Vordergrund stehen.

Nachdem auch Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Beckmann gesprochen hatte, waren genug der Worte gewechselt und die Festgesellschaft zog zum Frühschoppen in den Saal ein. "Habt viel Spaß", wünschte Andreas Diebe den Gästen und leistete den Vereinsteil dazu bei, indem er zwei Fässer Freibier ankündigte.

 

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