In den vergangenen 25 Jahren ist in Klötze viel gebaut, aber auch umgestaltet worden. Möglich machten dies auch Mittel aus der Städtebauförderung. Das soll nun gefeiert werden.

Klötze l Der Umbau der ehemaligen Berufsschule zur neuen Klötzer Grundschule kostete viel Geld: Rund 1,75 Millionen Euro an Fördergeldern sind zwischen 2008 und 2010 in die Umgestaltung des Gebäudes geflossen. Es entstand eine Schule mit Fahrstuhl und behindertengerechten Toiletten sowie einer Bushaltestelle vor der Tür.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, was mit Mitteln aus der Städtebauförderung in Klötze bereits erreicht wurde. Seit 1991 gibt es in der Stadt schon Unterstützungen für Bau- und Sanierungsprojekte. Nun soll die Förderung selbst gefeiert werden: Am Sonnabend, 9. Mai, lädt die Stadt Klötze zum "Tag der Städtebauförderung" ein. Begangen wird er auf dem Schulplatz, der selbst ein Beispiel für die Förderung ist. Denn die Neugestaltung des Platzes in Klötze sei ein zentrales Projekt der letzten Jahre gewesen, wie aus dem Rathaus mitgeteilt wird. In seiner neuen Form habe er das Bild der Altstadt verbessert, ist man sich weiter sicher.

Preisgelder für Projekte zur Barrierefreiheit

Doch ein für das Auge des Betrachters schöner Anblick ist nicht das einzige Ziel, das durch die Umgestaltungen erreicht werden soll. So habe sich Klötze besonders die Entwicklung hin zu einer barrierefreien Kommune auf die Fahnen geschrieben. Dieser Gedanke werde bei der Neugestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen fast immer berücksichtigt und sei bei der Sanierung des Rathauses und der Stadtbibliothek umgesetzt worden.

Die Konzepte, die jedem einen ungehinderten Zugang ermöglichen sollen, haben der Purnitzstadt in den vergangenen Jahren auch schon eine knappe halbe Million Euro an Preisgeldern beschert. Denn mehrfach nahm die Stadt bislang am landesweiten Wettbewerb "Barrierefreie Kommune" teil. Ausgerufen wird er seit 2003 vom Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt. Im Jahr 2011 belegte Klötze dabei den vierten Platz. Damals überzeugte die Jury das Konzept der kurzen Wege, das die Umgestaltung aller Füßgängerüberwege, Bushaltestellen und Parkplätze beinhaltete. Verbunden war der vierte Rang damals mit einem Fördermittelanspruch in Höhe von 100000 Euro. In den Jahren 2007 und 2009 gab es für den jeweils erreichten dritten Platz im Wettbewerb je 200000 Euro Preisgelder. Aktuelles Projekt zum Thema Barrierefreiheit ist in der Purnitzstadt der Umbau des Busbahnhofes.