Ein imposantes Bild bot sich am Sonnabend in Klötzes beschaulichem Ortsteil Nesenitz. 14 Gespanne mit Friesenpferden, die gut 50 Fahrtgäste geladen hatten, begaben sich von dort aus auf die traditionelle Ausfahrt des Friesenhofes Altmark.

Nesenitz l "Es ist toll, dass so viele Leute gekommen sind", sagte Detlef Elling, als er sich Sonnabendvormittag einen Überblick über die Gäste verschaffte. Gut 50 Frauen, Männer und Kinder, allesamt Fans oder Züchter von Friesenpferden, konnte er zur jährlichen Ausfahrt begrüßen.

Jürgen Fritsch kam aus dem Schwabenland angereist

Angesichts der bescheidenen Anfänge im Jahr 1997, als es zunächst mit "zwei, drei Gespannen" auf Tour ging, eine beachtliche Steigerung. Aus gutem Grund: Immerhin hat sich der Friesenhof Altmark seit seiner Eröffnung zu einer renommierten Zuchtstätte der "schwarzen Perlen", wie die edlen Pferde von ihren Fans achtungsvoll genannt werden, entwickelt. Außerdem ist es auch etwas Besonderes, wenn der erste Deutsche (Detelf Elling), der in der 135-jährigen Geschichte des niederländischen "Königlichen Friesenpferde-Zuchtverbandes" (KFPS) in den Vorstand gewählt wurde - das war am 28. November des vergangenen Jahres - zu sich einlädt.

Neben Teilnehmern aus der Region kamen auch weit gereiste Gäste. So etwa Jürgen Fritsch aus Schwaben, der vier Friesen aus Nesenitzer Zucht vor seinen Wagen gespannt hatte. Den zweiten Vierspänner im Tross lenkte der Hausherr selbst. "Die sind auch alle selbst gezogen", erklärte Detelf Elling mit Blick auf die schwarzen Schönheiten namens Hessel, Gatze, Henk, alle fünfjährig, sowie den vierjährigen Chris.

Pferde und Kutschen waren blitzeblank gewienert

Mit drei Reitern hinter der Kutsche, im Einzelnen Lisa Sudhof aus Schleswig-Holstein sowie Johanna Barnieck und Dorette Preetz-Wille aus Immekath, hatte Elling als Abschlussfahrer einen guten Überblick über das Feld der blitzeblank gewienerten Einer- und Zweiergespanne. Angeführt wurden sie auf ihrer gut 30 Kilometer langen Tour durch Wald und Flur von Dieter Reek aus Klötze mit Hindrik (5) und Bauke (7) an den Leinen sowie Tochter Claudia als Beifahrerin.

Die Route führte an den Klötzer Angelteichen ebenso vorbei wie an der Reitanlage in Klötze Süd und dem Forsthaus Zartau. Am Forsthaus Döllnitz gönnten sich Rösser und Ausflügler eine Rast.

Am späten Nachmittag folgte nach der unversehrten Rückkehr schließlich eine gesellige Auswertung auf dem Friesenhof.

   

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