Im Zuge der Deutschen Einheit war der 6. Mai 1990 eine der größten Zäsuren im kommunalen Leben. Auch in Klötze wurde gewählt: Die Stadtverordnetenversammlung - und der Kreistag.

Klötze l "Die Erinnerungen sind verblasst", sagt Klaus Ewertowski. Nur so viel: "Es war eine Zeit des Aufbruchs. Aber keiner wusste, was auf einen zukommt." Klaus Ewertowski war seinerzeit Kreiswahlleiter. Eher zufällig sei er zu diesem Posten gekommen. Mit Interesse stöbert er in seinen Unterlagen von damals. Die Notizen füllen einen ganzen Ordner. "Ein Haufen Papier", sagt der heutige Stadtratsvorsitzende, der wie andere Beteiligte froh darüber gewesen sei, dass insbesondere der Landkreis Gifhorn Hilfestellung geleistet habe. Die Wahl selbst sei dann ohne Probleme vonstatten gegangen.

Stärkste Kraft wurde mit 14 Sitzen die CDU.

Die konstituierende Sitzung des Kreistages, so lehrt einen der Blick in das Volksstimme-Archiv, fand am 23. Mai 1990 statt. Als ältester Abgeordneter eröffnete Reinhold Fricke aus Steimke (CDU) die Sitzung. Er gab die Losung aus, für die Menschen nach Wahrheit zu suchen.

Zum Landrat wird Michael Liwowski gewählt

Zum Landrat wurde mit 31 von 44 Stimmen Michael Liwowski (CDU) aus Klötze gewählt. Zu seinen Zielen zählte er die Schaffung einer arbeitsfähigen Verwaltung, das Aufbrechen alter Strukturen und die Förderung des Mittelstands.

Zum Kreisdirektor wurde Friedhelm Heinecke gewählt, zum Leiter des Baudezernates Peter Riedel, zum Chef des Wirtschaftsdezernates Gerhard Fiebig und zum Oberkreisdirektor Klaus Ewertowski.

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