Der kirchliche Glaube hat nicht nur in Oebisfelde einen schweren Stand, wissen die offiziellen Mitglieder der Pfarrgemeinde. Doch gehört alljährlich die Konfirmation zu den Festen, die von einer geringen Anzahl Jugendlicher, gemessen an den Teilnehmern der Jugendweihe, dennoch gefeiert wird. Das hat Gründe.

Oebisfelde l In diesem Jahr werden an Pfingstsonntag in der Oebisfelder Katharinen-Kirche neun Jugendliche mit dem Konfirmationssegen ins kirchliche Erwachsenenalter entlassen. Eine Prozedur, die die sechs Mädchen und drei Jungen sicherlich mit jugendlicher Leichtigkeit wahrnehmen werden, wie aus der Gruppe am vergangenen Sonntag zu erfahren war. Da gestalteten die Konfirmanden-Anwärter nämlich einen Gottesdienst, um sich nach der Kirchenordnung standesgemäß der Glaubensgemeinschaft vorzustellen.

Pfarrer Jürgen Brilling aus Kloster Neuendorf hielt die Andacht für den noch länger erkrankten Oebisfelder Glaubensbruder Wolfgang Schwarzer. Unterstützt wurden die Jugendlichen zudem von Organisatorin Dörte Plaßmeier, Jugendreferentin Birte Groneberg und von Antje Rein sowie Petra Schrader.

Für die 14-jährige Oebisfelderin Merle Plaßmeier hat der christliche Glaube an Freundschaft und den Willen zur Begegnung mit Neuem den Ausschlag gegeben, sich konfirmieren zu lassen, wie sie selbst sagt. "Glauben zu können, ist prägend und positiv", bekräftigt sie. Ähnlich verhält es sich bei Nina-Josephine Knepper und Lea Hage. Die beiden Mädchen haben aber ander als Merle auf ihre Jugendweihe Wert gelegt. Beide Freisprechungen besitzen für die Teenager nämlich einen gleichrangigen Stellenwert. Sie möchten diese Feste nicht missen. Es kommt für sie auf die innere Einstellung an.

Der 14-jährige Luke Lubatsch sieht in der Konfirmation mehr Sinn als in der Jugendweihe. Er räumt aber ein, dass es ihm Spaß bereitet, gefordert zu werden. Religion beschäftigt ihn halt mehr, als die weltlichen Inhalte der Jugendweihe-Angebote. Fast gänzlich aus einem bedeutsamen Fokus der Jugendlichen sind die Geschenke anlässlich der Konfirmation gerückt. "Ehrlich sollen es die Gratulanten meinen", das war ausnahmslos der Tenor der neun Konfirmandenanwärter.