Dank der guten Kassenlage kann die Gemeinde Jübar auch in diesem Jahr alle Investitionswünsche aus den Ortsteilen erfüllen. Unklar ist noch immer, wann der ersehnte Radweg von Gladdenstedt nach Nettgau gebaut wird.

Jübar l Aus allen Ortsteilen erreichten Jübars Bürgermeister Carsten Borchert im Vorfeld der Aufstellung des Haushalts 2015 Wunschlisten. "Und die gute Nachricht ist: Wir konnten alles einarbeiten", verkündete er während der Etatberatungen. So wird in die gemeindeeigenen Säle investiert und das Parkett in Hanum, Nettgau, Jübar und Bornsen aufgearbeitet. Außerdem soll eine transportable Bühne angeschafft werden, mit der beispielsweise Auftritte von Chören in einigen Dorfgemeinschaftshäusern leichter zu bewältigen sind. Kostenpunkt hierfür: 5000 Euro.

Der Lüdelsener Spielplatz bekommt zwei neue Spielgeräte. Und in Hanum sollen die Tore am Friedhof erneuert und Pflasterarbeiten durchgeführt werden. Auch Bornsen wird bedacht: Ein neuer Rasentraktor für den Ortsteil steht ebenso auf der Investitionsliste wie Arbeiten an einem Raum für den Fußballklub Jübar/Bornsen, der die Bornsener Sportanlagen künftig wieder nutzen möchte. Zudem soll das Dorfgemeinschaftshaus für 1200 Euro eine neue Bestuhlung erhalten.

In Nettgau, Gladdenstedt und Wendischbrome sind die Bekanntmachungskästen verschlissen und müssen erneuert werden. Dafür hat die Gemeinde 1000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Termin für Radwegbau ist weiter unklar

Ein großes Fragezeichen steht nach wie vor hinter dem geplanten Radweg zwischen dem Gladenstedter Kreisel und Nettgau. Der soll zwar vom Kreis gebaut werden, die Zusage liegt vor, doch wann ist offen. Auch während der jüngsten Ratssitzung konnte der Bürgermeister noch keinen Termin nennen. 15000 Euro wurden trotzdem vorsorglich im Haushalt berücksichtigt. Damit könnte auch eine kleine Brücke über den Graben am Ortseingang von Nettgau finanziert werden. Der Kreis hatte angekündigt, den Radweg nur bis zum Graben bauen zu wollen, was bei einigen Gemeindevertretern auf Unverständnis stieß (wir berichteten).

Ebenfalls offen ist, ob es in diesem Jahr mit Fördermitteln für die lange geplante Sanierung der Gemeindescheune hinter der Jübarer Gaststätte Zur Kastanie klappt. Seit Jahren beantragt Jübar für dieses Vorhaben Geld beim Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark, bisher ohne Erfolg. "Dieses Jahr unternehmen wir einen neuen Anlauf", kündigte Carsten Borchert im Rat an. Dach, Fassade und Pflasterung müssen komplett erneuert werden.

An Investitionshilfe vom Land erhält die Gemeinde Jübar in diesem Jahr 111000 Euro. Davon müssen allerdings 20 Prozent, das heißt 22000 Euro an die Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf für Investitionen in Schulen, Kitas und Feuerwehren abgegeben werden.