Heute ist es soweit: Das Beetzendorfer Stölpenbad öffnet zur neuen Saison. Allerdings ohne großes Tamtam, denn so ganz sind die Bauarbeiten am neuen Sanitärtrakt noch nicht abgeschlossen.

Beetzendorf l Eigentlich wollten die Beetzendorfer den heutigen Saisonstart im Stölpenbad so richtig feierlich begehen - nach all den Bauarbeiten der letzten Monate. Doch genau die haben sich dann doch länger hingezogen, als alle erwartet haben. "Der Winter hat mehr gezehrt, als wir wahrhaben wollten", erklärte Bürgermeister Heinrich Schmauch im Gemeinderat. Die Folge ist, dass noch nicht alles im Bad so ist, wie es sein sollte. "Wir öffnen heute, aber etwas unter Schmerzen und ohne großes Fest", bat der scheidende Ortschef die Badegäste um Verständnis.

Der neue Sanitärtrakt, an dem in den vergangenen Monaten gearbeitet wurde, ist aber auf jeden Fall benutzbar und auch sonst haben fleißige Hände alles auf Vordermann gebracht. Noch in der Nacht zu heute erfolgte die Grundreinigung. "Das Bad bietet einen vernünftigen Anblick, auch wenn die Handwerker bis zum letzten Augenblick am Arbeiten sind", zeigte sich Schmauch optimistisch.

Um 10 Uhr können die ersten Badegäste ins kühle Nass springen. Wobei kühl gewaltig übertrieben ist, misst die Wassertemperatur doch dank der Wärme aus der nahen Biogasanlage satte 28 Grad. "Und die garantieren wir auch die ganze Saison über", verspricht Heinrich Schmauch.

Auch wenn es kein Eröffnungsfest gibt, so wird heute zumindest für das leibliche Wohl der Besucher trotzdem ausreichend gesorgt sein. Der Kiosk öffnet, es gibt Gegrilltes und am Nachmittag auch Kuchen. Für den 1. Juni, den Internationalen Kindertag, hat sich die Gemeinde zudem etwas Besonderes für die Jüngsten ausgedacht. Alle Kinder können an diesem Tag kostenlos ins Bad und bekommen zudem ein Eis spendiert.

Eine Lösung ist auch für die Kassierung gefunden. "Es ist uns gelungen, jemanden einzustellen", freute sich Heinrich Schmauch im Rat. Die Kassiererin habe einen Arbeitsvertrag bis zum 30. September erhalten und werde in Absprache mit Schwimmmeister Claus Müller eingesetzt. Zudem hat die Gemeinde eine Reinigungsfirma engagiert, die das Bad täglich zwei Stunden lang säubert. "Auch sonnabends und sonntags. Damit sind wir auf einen guten Weg", meinte der Bürgermeister. Die Mehrkosten für beide Maßnahmen betragen insgesamt 17500 Euro, die im aktuellen Haushalt berücksichtigt sind.