Der erste Tag der offenen Gärten in diesem Jahr lockte am Sonntag die Besucher erst zögerlich in die grünen Oasen. Während in Kunrau und Böckwitz die Gäste nur zaghaft kamen, verzeichnete Dirk Bollmann in Klötze fast einen Rekord.

Klötze l Durchwachsenes Wetter schreckte offenbar am Sonntag viele potenzielle Gäste davon ab, einen der offenen Gärten zu besuchen. Dennoch hatte beispielsweise Ingrid Schumann im Böckwitzer Museum alle Hände voll zu tun. "Wir hatten schon etliche Besucher", informierte sie, während sie eine Gruppe Radler durch den Bauerngarten und das Museum führte.

Beete neu bepflanzt

"Im Bauerngarten ist allerdings noch nicht viel Blühendes zu sehen", schränkte Ingrid Schumann ein. In den vergangenen Tagen hat sie die Beete zum Teil neu bepflanzt und fit für den Frühling gemacht. "Wir ziehen die Tomaten selber", nannte sie ein Beispiel. Neu sind auch die Hinweisschilder im Garten. Die Dahlien zeigen sich bereits, die Gemüsepflanzen sind in der Erde. "Stangenbohnen, Paprika, Rote Bete, Weiß- und Rotkohl, Radieschen, Zucchini, Porree, Sellerie und Mangold", zählte Ingrid Schumann auf. "Hier ist kein Loch mehr in den Beeten." Auch Rosen, die Bauernhortensie und andere blühende Sträucher sind im Boden. Angelegt wurde ein Beet mit alten Kartoffelsorten. "Für unser Pellkartoffel-Essen", sagte Ingrid Schumann. "Mal sehen, was daraus wird." Die Erdbeeren hat sie mit einem Sud aus Pferdeäpfeln gedüngt.

Teilweise erneuert ist der Flechtzaun. "Bernd Kopp aus Brome hatte sich angeboten und erledigte das mit Johannes Fäsche und meinem Mann Reiner", freute sich Schumann.

Teiche gefielen besonders

25 Besucher wollten sich Park und Schloss in Kunrau ansehen. Dort kümmerten sich vom Fremdenverkehrsverein Horst Kricheldorf, Inge Bohndieck, Hilde Heimann und Johanna Kusian um die Gäste. "Wir mussten sogar Kuchen nachbestellen", sagte Kricheldorf. "Die Besucher zeigten auch Interesse an der Geschichte des Schlosses. Die Leute kamen aus Rühen, Stade, Flechtingen und anderen Orten."

Mit nahezu 100 Besuchern erreichte die Resonanz im Garten von Dirk Bollmann in Klötze fast den Rekord von 2014. Dort gab es nicht nur einen prächtigen Garten zu sehen, sondern auch Wasserhühner mit sechs Küken. Heidi Schröder aus Angern sagte: "Ein super Garten, besonders die Teiche gefallen mir." Sie sieht sich an diesem Tag gerne an, was andere Menschen so aus ihren Gärten zaubern.

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