Jübar. Die Grünkohlwanderung hat in Jübar, wie in anderen Orten auch, Tradition. Doch um ein Haar wäre die Tour in diesem Jahr erstmals ausgefallen. Die Feuerwehr, die eigentlich abwechselnd mit dem Schützenverein die Veranstaltung ausrichten soll und in diesem Jahr dran war, machte einen Rückzieher. "Es wäre schön gewesen, wenn wir davon im Vorfeld gewusst hätten. Aber mit uns hat keiner geredet", ärgerte sich Schützenchef Dirk Pasemann. Von den knapp 20 Teilnehmern der Wanderung waren aber mitunter auch harschere Töne zu hören. "Die Feuerwehr hat uns im Stich gelassen", hieß es etwa.

Kurzfristig musste der Schützenverein die Organisation der Tour auf die Beine stellen. "Wir hätten die Sache auch einschlafen lassen können, zumal von Jahr zu Jahr weniger Leute mitwandern. Aber dann haben sich doch einige Wanderbegeisterte gefunden und da haben wir gedacht: Gut, machen wir das nochmal", meinte Dirk Pasemann, der diesmal auf die amtierende Grünkohlmajestät wegen beruflicher Verpflichtungen verzichten musste.

Vom alten Sägewerk wanderten die Jübarer in Richtung Lüdelsener See. Zwar blies ihnen eisiger Wind entgegen, aber wenigstens blieb den Teilnehmern in diesem Jahr das Stapfen durch hohen Schnee erspart. Am See war bereits eine kleine Raststation vorbereitet. Die Wanderer konnten sich an einem Lagerfeuer aufwärmen und Schmalzstullen, Würstchen am Spieß, Leberwurstbrote, Brötchen, Kaffee und Pfannkuchen genießen.

Die Wanderung klang schließlich im Jübarer Schützenhaus bei Grünkohl und Bregenwurst aus, die von der Gaststätte Zur Kastanie zubereitet wurden. "Und für diejenigen, die das nicht mögen, haben wir auch Schnitzel im Angebot", kündigte Dirk Pasemann an.