Ein Geburtstagsgeschenk der ganz besonderen Art gab es am Freitag für Peter Trittel vom Oebisfelder Behindertenkreis. Er wurde begleitet von Arne Schmidt und Kai Naundorf sowie dem Leiter des Behindertenkreises, Bernd Menzel. Trittel und Schmidt hatten bei der Weihnachtsfeier des Behindertenkreises einen Tag in der Wolfsburger Polizeiwache geschenkt bekommen. Nun wurde der Gutschein eingelöst.

Oebisfelde/Wolfsburg. Am vergangenen Freitag hatten Arne Schmidt und Peter Trittel, der an diesem Tag seinen 55. Geburtstag feierte, einen sehr erlebnisreichen und lehrreichen Vormittag bei der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt.

Bernd Menzel, Leiter des Oebisfelder Behindertenkreises, hatte Arne und Peter während der Weihnachtsfeier versprochen, einen Besuch bei der Polizei in Wolfsburg zu organisieren. Das sollte ein Dankeschön für die Hilfsbereitschaft bei den wöchentlichen Treffen sein. Am Freitag konnte Menzel sein Versprechen einlösen. Möglich gemacht wurde das durch den Polizeibeamten Sven-Marco Klaus von der Polizeiinspektion Wolfsburg/Helmstedt.

Pünktlich um 9 Uhr wurden Arne und Peter von Menzel und seinem Stellvertreter Kai Naundorf von zuhause abgeholt. Dann ging es auf direktem Weg nach Wolfsburg. Dort wurden die Allerstädter vom diensthabenden Wachhabenden sehr freundlich begrüßt, der Ansprechpartner für den Tag, Polizist Sven-Marco Klaus, verständigt. Weil Peter Trittel Geburtstag hatte, gab es dann auch erst einmal herzliche Glückwünsche und ein kleines Präsent, das übrigens auch für Arne Schmidt, der schon seit Jahren Fan von allem ist, was mit Feuerwehr und Polizei zu tun hat. Deshalb war bei beiden die Freude über ein Schlüsselband in den aktuellen Farben der Polizei mit dem Aufdruck "Polizei Niedersachsen" und entsprechenden Kugelschreiber sehr groß. "Die Freude stand beiden förmlich in das Gesicht geschrieben", erzählte Bernd Menzel später.

Die erlebnisreiche Führung durch Klaus begann in der Wache der Polizeiinspektion Wolfsburg. Dieses ist der zentrale Bereich, bei dem sich alle Besucher der Polizei anmelden und von dem aus die Besucher zu den zuständigen Sachbearbeitern weitergeleitet werden. Dort können die Bürger auch Auskünfte erhalten oder um die Hilfe der Polizei bitten. "Wir haben auch in Erfahrung gebracht, dass die Polizei in Wolfsburg nicht nur für das Stadtgebiet Wolfsburg zuständig ist, sondern auch für den gesamten Landkreis Helmstedt, also für einen sehr großen Bereich", so Menzel.

Direkt nebenan befindet sich das Herzstück der Polizei, die Einsatzzentrale. Dort gibt es zwei Plätze, die rund um die Uhr von Polizeibeamten besetzt sind. Sie sorgen unter anderem für den reibungslosen Ablauf des gesamten Funkverkehrs der Polizei. Dort laufen auch alle Notrufe der Nummer 110 auf. "Wie wir gehört haben, teilweise auch aus Oebisfelde, falls unsere Notrufleitungen einmal alle besetzt sein sollten", staunte Menzel.

Die diensthabende Beamtin zeigte den Gästen die entsprechenden technischen Geräte und Möglichkeiten, die der Polizei im Ernstfall zur Verfügung stehen. Das reicht über verschiedene PC Programme mit Stadtplänen bis hin zu Karten aus dem gesamten Bereich Wolfsburg/Helmstedt. Auch die Alarmanlagen gefährdeter Bereiche und Gebäude, wie zum Beispiel von Banken, laufen dort auf, so dass die Polizei sofort handeln kann.

Für besondere Brennpunkte im Bereich Wolfsburg gibt es auch Kameras zur Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen, die auch von der Polizeiinspektion aus beobachtet und gesteuert werden können. "Wir können uns vorstellen, das dieses System besonders bei Fußballspielen die in Wolfsburg stattfinden von hoher Bedeutung ist", so die Oebisfelder Gäste.

Arne und Peter waren sichtlich beeindruckt von der ganzen Technik und dann hieß es für beide: "Ab in den Keller". Im Keller angekommen, konnte Sven-Marco Klaus weitere beeindruckende Dinge zeigen, die für die Beamten im Einsatz persönlich wichtig sind. Dazu zählt vor allem die Schutzausrüstung, die auch Arne und Peter anprobieren durften und die Polizeibeamte bei Demonstrationen oder Ausschreitungen von Fußballfans zu ihrem persönlichen Schutz tragen. Arne und Peter stellten übereinstimmend fest, dass die Ausrüstung doch so einige Kilo auf die Waage bringt. Beide sagten übereinstimmend, dass sie sich schon vorstellen könnten, wie schwer es die Beamten haben, die Kleidung über Stunden zu tragen und sich auch im Ernstfall damit zu verteidigen. Das bedürfe einer sicherlich hohen Fitness und auch einer guten Gesundheit. Auch die schusssichere Weste wiegt einige Kilo, stellten die Besucher fest.

Die Waffen der Polizei, zum einen eine Maschinenpistole und zum anderen die normale Handfeuerwaffe, die jeder Beamte im Dienst bei sich trägt, durften von Arne und Peter in die Hand genommen werden. Natürlich ohne Munition und ohne Magazin. Aber auch so war das für beide schon sehr beeindruckend und mit Sicherheit werden sie noch lange und viel von diesem Besuch zu erzählen haben, denn auch ein Zellenbesuch, eine erkennungsdienstliche Behandlung und das Probesitzen im Streifenwagen standen noch auf dem Plan der Besucher.