In den Ausbau des ehemaligen Abfertigungsgebäudes für Westreisende zum Schützenheim, gelegen am alten Bahnsteig eins des Oebisfelder Bahnhofs, haben die Kommune sowie die örtlichen Gildeschützen viel Geld, Zeit und Arbeitskraft investiert. Das Engagement wird jedoch nicht von allen gewürdigt.

Oebisfelde. Schmierfinken haben mittlerweile die Nordfront des Heimes mit zahlreichen "Klierereien" versehen. Es habe nach und nach begonnen und sei dann immer schlimmer geworden, sagte Ex-Gildevorsitzender Martin Heyden. Eine Handhabe gegen die Übeltäter besitzen die Gildeschützen nicht. Denn wie in den meisten Fällen derartiger Sachbeschädigungen sind die Täter unbekannt. Zudem kommen sie in den Abend- und Nachstunden, um ihre farbigen und sinnlosen Taten zu verüben. Auch auf Zeugen können die Schützen nicht hoffen. Denn dass sich hinter dem Heim außer den Tätern in der Dunkelheit andere Personen aufhalten, ist nicht anzunehmen. Außerdem sind keine unmittelbaren Anwohner vorhanden.

Überhaupt scheint der Bahnhofsbereich die Graffiti-Schmierer magisch anzuziehen. Bester Beweis ist der Bahnhofstunnel. Inhaber ist die Kommune. Die Tunnelwände sind von Eingang zu Eingang beidseitig mit den verschiedensten Motiven, Sprüchen und Krakeleien versehen. Die Mitglieder des Ordnungsausschusses des Stadtrates haben sich in der Vergangenheit oft mit dem Thema befasst, zu einer Lösung sind sie nicht gekommen.

Betroffen ist ebenfalls die Deutsche Bahn. Das Stellwerksgebäude in der Salzwedeler Straße ist seit kurzem ebenfalls mit Graffitis beschmiert worden.