Ein ereignisreiches, aber an Einsätzen armes Jahr liegt hinter den Kameraden der Ahlumer Wehr. Wehrleiter Uwe Mania lobte während der Jahreshauptversammlung das Engagement der Brandbekämpfer, das sich vor allem im guten Ausbildungsstand widerspiegelt.

Ahlum. Vier Einsätze hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ahlum 2010 zu bewältigen. "Das war nicht viel und mithin ein ruhiges Jahr", bilanzierte Wehrleiter Uwe Mania am Freitagabend in seinem Bericht anlässlich der Jahreshauptversammlung. Bereits im Januar ging es los, als die Ahlumer den Rohrberger Kameraden bei einem Schwelbrand in der alten Brennerei zu Hilfe eilen mussten. "Vier Stunden waren wir dort im Einsatz", erinnerte sich Uwe Mania.

Im März wurden die Brandbekämpfer wegen eines unklaren Feuers am Rohrberger Steinberg alarmiert, das sie eine Stunde in Atem hielt. Kurze Zeit später war ein Sturmschaden in Nieps zu beseitigen. "Aber der unangenehmste Einsatz war eindeutig der am 27. August", befand der Wehrleiter. Die Leitstelle meldete den Fund einer Leiche in der Böschung der Kreisstraße zwischen Stöckheim und Lüdelsen. Mit drei Kameraden halfen die Ahlumer bei der Bergung des vermissten Stöckheimers, die insgesamt zwei Stunden dauerte.

Insgesamt waren im Schnitt bei allen Einsätzen acht Kameraden dabei. "Das war jedoch nur zu bewältigen durch den zusätzlichen Einsatz privater Fahrzeuge, da im Einsatzfahrzeug lediglich sechs Kameraden Platz finden", bedankte sich Mania für das Engagement seiner Mitstreiter.

Mit Stand vom 31. Dezember hatte die Ahlumer Wehr 19 aktive Kameraden in ihren Reihen und ist damit auf die gleiche Stärke wie die Nachbarwehr in Rohrberg angewachsen. Acht Mädchen und Jungen gehören der Jugendwehr an.

Im vergangenen Jahr wurden neben der Organisation von Veranstaltungen für das Dorf 225 Stunden an Aus- und Weiterbildung geleistet. So absolvierte Matthias Kürschner in Heyrothsberge erfolgreich den Lehrgang zum Leiter einer Feuerwehr und wurde während der Jahreshauptversammlung zum Löschmeister befördert. Daniel Kirmeß und Mandy Conradi schafften den Truppmannlehrgang Teil I und dürfen sich jetzt Feuerwehrmann beziehungsweise -frau nennen.

"Beim Ausbildungsstand sind wir unter dem Strich weiter nach vorn gekommen", schätzte Mania ein. Allerdings gebe es in einigen Bereichen, etwa bei den Atemschutzgeräteträgern, auch noch Nachholbedarf. "Hier ist die Bereitschaft nicht zufriedenstellend", meinte der Wehrleiter.

Mania: Bäume vor dem Gerätehaus kürzen

Wichtigste Aufgabe der Ahlumer Wehr bleibt auch in diesem Jahr die Nachwuchsgewinnung. Zwar steht die Jugendtruppe mit acht Mitgliedern, die aus Ahlum, Stöckheim und Tangeln kommen, inzwischen ganz gut da, doch weitere Interessenten heranzubekommen gestaltet sich schwierig. "Vor allem aufgrund des relativ großen Angebots an Freizeitbeschäftigungen für die Kinder und Jugendlichen. Da bedarf es vielen Fingerspitzengefühls", erklärte Mania.

Nach Angaben des Ahlumer Wehrleiters ist der Übergang in die neue Struktur, die durch den Wechsel der Trägerschaft hin zur Verbandsgemeinde geprägt ist, gut gelungen. Ein Lob zollte er vor allem der Gemeinde, die ihre Hausaufgaben in den vergangenen Jahren gemacht habe. "Sowohl was Ausrüstung als auch Technik und Gerätehaus angeht, stehen wir gut da", befand Uwe Mania.

Auch der Informationsfluss von der Verbandsgemeindeebene zur Ortswehr klappe hervorragend. "Winfried Arndt ist in der Verwaltung ein guter Ansprechpartner, der seine Arbeit gut macht", lobte der Wehrleiter. Allerdings wünsche er sich von der Verbandsgemeinde eine einheitliche Regelung, was den Straßen- und Winterdienst am Gerätehaus betrifft. "Wer fegt, streut, den Rasen mäht und die Dachrinnen saubermacht, das muss geklärt werden", so Mania. Den Kameraden, die sechs Tage in der Woche oftmals in Schichten arbeiten, Dienste und Ausbildungsstunden schieben und zudem zu Hause gefordert sind, könne man diese Arbeiten nicht auch noch aufbürden.

Zudem drängte der Feuerwehrchef darauf, dass die gro- ßen Bäume vor dem Ahlumer Gerätehaus möglichst bald beschnitten werden. Im vergangenen Jahr sei vor dem benachbarten Kindergarten, der ebenfalls der Verbandsgemeinde untersteht, der Anfang gemacht worden, doch die Feuerwehr habe man offenbar vergessen. "Es kann doch nicht sein, dass die Kameraden fast schon mit Helm kommen müssen, weil gerade bei solch einem Sturm wie dieser Tage ihnen die Äste um die Ohren fliegen", so Uwe Mania.