Rohrberg (ap). Die Feuerwehren aus der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf rückten zwischen dem 23. und 31. Dezember des Vorjahres zu insgesamt 65 Einsätzen aus. Das sagte VG-Wehrleiter Bert Juschus am Mittwochabend im Ordnungs- und Feuerschutzausschuss.

"Die Kameraden hatten durch die Glätte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, um zu den Einsatzstellen zu kommen", sagte er. Es habe aber auch Probleme beim Zersägen der umgeknickten Bäume gegeben, da diese unter Spannung standen. "Eine Wehr hat sich besonders hervorgetan: die Diesdorfer. Das ist Wahnsinn, was sie geleistet hat", lobte Juschus. Die Mitglieder wollten Strom in die Seniorenresidenz einspeisen, was aber nicht funktioniert habe. Sie hätten zudem Wasser aus Abbendorf geholt, da dieses in Diesdorf auch nicht lief, und mit der Gulaschkanone erhitzt, damit die Älteren etwas Warmes zu trinken bekamen.

Zu den Wehren, die in jener Zeit besonders viele Einsätze zu absolvieren hatten, gehörten auch Tangeln, Mellin, Nettgau/Wendischbrome, Wallstawe, Rohrberg, Beetzendorf und Kuhfelde, listete der VG-Wehrleiter weitere Beispiele auf. "Insgesamt haben alle Wehren gute Arbeit geleistet", bedankte er sich für das Engagement in dieser Extremsituation.

Seit dem Sturmtief Kyrill gebe es eine kreisweite Richtlinie, dass die Gerätehäuser als Anlaufpunkte dienen sollten, wenn der Strom länger als eine Stunde ausfalle. Dies habe Kreisdezernent Hans Thiele am Heiligabend auch im Radio verkünden lassen, so Juschus. Allerdings würden nicht alle Gerätehäuser über Stromerzeuger verfügen, so dass es auch dort mit der Wärme nicht immer machbar sei. Deshalb gebe es den Gedanken, in diesem Jahr für jede politische Gemeinde solch ein Gerät anzuschaffen. "Wir können nicht jedes Gerätehaus damit ausstatten, sollten aber die Voraussetzungen schaffen, dass Strom eingespeist werden kann", sagte der VG-Wehrleiter. Die Stromerzeuger könnten dann ausgetauscht werden, je nachdem, wo sie gerade gebraucht werden. "Damit Wasser warmgemacht werden kann, beispielsweise fürs Babyfläschchen", nannte er eine Möglichkeit. Aber auch das Heizen wäre sinnvoll, damit die Einwohner im Notfall eine Anlaufstelle hätten, um sich aufwärmen zu können.

Winfried Arndt, in der VG für Feuerwehren zuständig, ist gerade dabei, Kostenrechnungen für einige Einsätze zu schreiben. "Wenn der Eigentümer ermittelt werden kann, dessen Bäume wir beseitigt haben, dann wird das in Rechnung gestellt. Aber das ist nicht an allen Stellen möglich", sagte er.