Ende April oder Anfang Mai soll es weitergehen mit den Arbeiten an der Klötzer Dr.-Salvador-Allende-Schule. Schulleiter Jörg Kägebein hatte zu einem Rundgang durch das halbfertig sanierte Gebäude geladen.

Klötze. Dass bei einem Besuch der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Rita Mittendorf auch eine Führung durch das Haus ansteht, versteht sich. Die Politikerin war eigentlich zur Diskussion über Sorgen und Nöte aus dem Sekundarschulbereich und über Bildungspolitik nach Klötze gekommen (die Volksstimme berichtete).

"Freue mich, dass Arbeiten wohl Ende April, Anfang Mai beginnen können."

Doch beim Blick ins halbfertig sanierte Gebäude der Schule wird klar, dass hier noch viel zu tun ist. Die gute Nachricht aus dem Salzwedeler Kreisbauausschuss: Die nächsten Investitionen sind seit wenigen Tagen genehmigt, jetzt werden die Ausschreibungen vorbereitet. Nachdem in den vergangenen Monaten beispielsweise die alten elektrischen Installationen und Leitungen in dem Plattenbau erneuert worden sind und ein Fahrstuhl in das Haus eingebaut wurde, geht es jetzt um frische Farbe für die Wände in den Unterrichtsräumen und in den Fluren.

Beim Rundgang durch das Haus wird deutlich: Fast überall müssen die Handwerker ran. Jörg Kägebein: "Ich freue mich, dass die Arbeiten wohl Ende April, Anfang Mai beginnen können." Zwar herrscht dann noch schulischer Hochbetrieb – mit Handwerkerarbeiten parallel zum Unterricht haben die Klötzer Sekundarschüler und ihre Lehrer aber schon längst Erfahrung. Kägebein: "Das ist mir allemal lieber, als dass die Arbeiten in den Ferien schnellstmöglich über die Bühne gehen."

Bei seinem Rundgang mit Rita Mittendorf und Jürgen Barth durch das Schulgebäude zeigte er die Ergebnisse der bereits erledigten Arbeiten. Bei einem Abstecher in das Chemie-Fachkabinett verwies der Schulleiter beispielsweise auf die moderne Ausstattung dieses Raumes.

"Zu 95 Prozent müssen die Räume komplett tapeziert werden"

Im Vorbereitungsraum für den Geschichts- und Sozialkundeunterricht demonstrierte Kägebein indes, wie viel noch zu tun ist: Denn damit der Fahrstuhl im Sinne des integrativen Unterrichts für Schüler mit Behinderungen eingebaut werden konnte, mussten vier Vorbereitungsräume "geopfert" werden.

Die Folge dieser Neuerung für eine moderne und zukunftsträchtige Schule: Die Lehrer sind samt ihrem Kartenmaterial, ihren Schreibtischen und der Kaffeemaschine jetzt in einem provisorisch eingerichteten Raum am anderen Ende des Ganges untergebracht. In diesem ist wie in vielen Klassenräumen noch nicht tapeziert. Zudem wellt sich hier der Fußbodenbelag lose über dem blanken Betonboden.

"Zu 95 Prozent müssen die Räume komplett tapeziert und gemalert werden, und zu 5 Prozent ist dies nur teilweise notwendig", beschrieb Kägebein die Situation. Nur teilweise notwendig ist dies beispielsweise in einem Raum, in dem eine sechste Klasse bereits im Herbst gemeinsam mit Eltern selbst Farbe an die Wand gebracht hatte.

Zerstreut hat der Schulleiter der Allende-Sekundarschule übrigens bereits zuvor am Rande der bildungspolitischen Gesprächsrunde im Lehrerzimmer des Hauses die Sorgen aus dem Kollegium, dass durch die Bauarbeiten gefährliche Schadstoffe freigesetzt worden seien. "In zwei Räumen haben wir Proben vornehmen lassen. Die erste hatte keine Befunde gezeigt, die Ergebnisse von der zweiten liegen noch nicht vor", so der Schulleiter auf Nachfrage. Im Falle einer Belastung würde sofort etwas unternommen.