Wie wichtig es ist, die Stadt Oebisfelde-Weferlingen für junge Menschen und junge Familien attraktiv zu machen, zeigen die aktuellen Zahlen des Einwohnermeldeamtes. Die Einwohnerzahl der Stadt Oebisfelde-Weferlingen ist insgesamt rückläufig. Bei den Geburten liegt sie allerdings über dem Landesdurchschnitt.

Oebisfelde-Weferlingen. "Wir bemühen uns, die Voraussetzungen für junge Familien so günstig wie möglich zu gestalten. Was noch ganz wichtig, aber eben genauso schwierig ist, ist das Lehrstellen- und Arbeitsplatzangebot zu erhöhen, damit die Kinder, die in Oebisfelde-Weferlingen geboren werden, später auch die Möglichkeit haben, hier zu bleiben", sagte Bürgermeisterin Silke Wolf. Erfreulich sei nach wie vor die hohe Geburtenrate in der Stadt. Mit gut ausgestatteten Kindereinrichtungen, Grund- und Sekundarschulen sowie dem Gymnasium in der Stadt Oebisfelde-Weferlingen werden gute Grundlagen gelegt. Das neue integrative Grundschulzentrum wird ein weiterer Mosaikstein sein. "Das sind alles sogenannte weiche Standortfaktoren, die, wie auch kulturelle und sportliche Angebote, Menschen dazu bewegen, sich in Oebisfelde-Weferlingen anzusiedeln oder eben hierzubleiben", so Wolf. In den vergangenen drei Jahren hat die Stadt Oebisfelde-Weferlingen insgesamt einen Einwohnerverlust von 651 Menschen hinnehmen müssen. Das sind Sterbefälle und Wegzüge. Verglichen hat die Stadtverwaltung dabei die Zahlen vom Stand 31. Dezember 2007 mit dem Stand 31. Dezember 2010. Derzeit liegt die Einwohnerzahl bei 14 178.

In Weferlingen wohnen derzeit 2019 Menschen, das sind 237 weniger als im Jahr 2007. 21 Kinder wurden dort im vergangenen Jahr geboren. Dass die Einwohnerzahl so stark sank, liegt auch an der Schließung des Asylbewerberheimes im Jahr 2008. In Oebisfelde leben derzeit 128 Menschen weniger als noch vor drei Jahren. Geboren wurden dort inklusive der Ortsteile Bergfriede, Breitenrode, Buchhorst, Gehrendorf, Lockstedt, Niendorf, Wassensdorf und Weddendorf insgesamt 72 Kinder. Dabei konnte Weddendorf die meisten neuen Erdenbürger begrüßen, nämlich acht.

In drei Ortsteilen der Stadt Oebisfelde-Weferlingen sind die Einwohnerzahlen konstant geblieben. In Hödingen wohnen heute wie vor drei Jahren 275 Einwohner, in Kathendorf 267 und in Niendorf 222. In Hödingen wurden fünf Kinder geboren, in Kathendorf acht, in Nien- dorf zwei. Vier Orte sind laut Einwohnerzahlen gewachsen. In Döhren leben fünf Menschen mehr als vor drei Jahren, in Buchhorst sind es 13, in Weddendorf sieben und in Seggerde acht.