Seit Beginn dieses Jahres dürfen Feuerwehrleute bei einem Einsatz direkt am Brand nicht mehr die bekannte orangene Bekleidung tragen. Laut Verordnung ist dafür jetzt ausschließlich die Überbekleidung nach der Hupf-Norm zulässig. Doch noch nicht jeder Kamerad und jede Kameradin verfügt bereits über diese Schutzkleidung. Dennoch kann Ordnungsamtsleiterin Kathrin Wißwedel Entwarnung geben: "Keine Wehr ist deshalb nicht einsatzbereit."

Klötze. Bereits seit drei, vier Jahren ist in den Ämtern bekannt, dass die alte Bekleidung ab 2011 bei einem "heißen" Einsatz der Feuerwehrleute nicht mehr getragen werden darf. Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl erläutert: "Schwerpunkt ist die Überbekleidung nach der Hupf-Norm für Brandeinsätze, also Jacken und Hosen zunächst für Atemschutzgeräteträger, die direkt am Brand eingesetzt werden." Diese seien auch alle bereits mit der neuen Bekleidung ausgestattet worden. Andere Kleidungsstücke, beispielsweise die bekannten orangenen Jacken oder die dünnere Hupf-Bekleidung, kann für den allgemeinen Feuerwehrdienst und einige Ausbildungen verwendet werden. Dennoch soll jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau im Lauf der Zeit mit der sicheren Hupf-Bekleidung ausgestattet werden. Ordnungsamtsleiterin Kathrin Wißwedel machte gestern deutlich: "Keine Wehr ist deshalb nicht einsatzbereit."

Ehemalige VG begann schon 2004

In den Wehren der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Jeetze-Ohre-Drömling ist damit bereits 2004 begonnen worden, wie Kathrin Wißwedel gestern informierte. Aus finanziellen Gründen, keine Kommune kann eine solche Ausgabe in einem Stück stemmen, ist die Ausrüstung mit Hupf-Überbekleidung zwar noch nicht abgeschlossen, aber inzwischen ein großes Stück vorangekommen. Im Februar und März hat Rüdiger Wührl in Zusammenarbeit mit den Ortswehrchefs den Ausstattungsgrad und den Bedarf ermittelt. Danach erfolgte die Ausschreibung. "Mitte Dezember haben wir dann weitere Hupf-Jacken und -Hosen in Größenordnungen an die Wehren der Stadt Klötze herausgegeben", berichtete Rüdiger Wührl, "rund 100 Stück. Mit dem Haushalt 2011 wird eine weitere Beschaffung möglich sein", kündigte der Stadtwehrleiter gestern an.

Er schätzt, dass inzwischen 70 Prozent der Feuerwehrleute über Hupf-Bekleidung verfügen. Die anderen sollen möglichst in diesem Jahr ausgestattet werden. "Das ist durchgeplant", sagte der Stadtwehrleiter.

Bei der Herausgabe der Kleidungsstücke gab es übrigens noch ein Novum: "Die Jacken und Hosen sind zum ersten Mal etikettiert worden", erläuterte Rüdiger Wührl. Soll heißen: Sie sind mit einem Barcode-System ausgestattet worden, ähnlich den Preisangaben im Supermarkt.

Namentliche Zuordnung geplant

Der Vorteil: Durch den Code wird erkennbar, wie alt die Kleidung ist, wie oft sie in der Wäsche war, zu welcher Wehr sie gehört und anderes. Beispielsweise wird der Strichcode eingelesen, wenn die Bekleidung in die riesige Wasch- maschine im Klötzer Feuer- wehrhaus gesteckt wird. "Künftig wird es auch eine namentliche Zuordnung geben, so dass erkennbar ist, wem Jacke und Hose gehören", kündigte Wührl an.