Kusey. Allzu viele Gäste waren es nicht, doch angesichts des Dauernieselregens freute sich der Ortswehrleiter der Feuerwehr Kusey, Ralf Martelock, dass er Sonntagvormittag wenigstens um die 30 Frauen und Männer begrüßen konnte. Die traditionelle Winterwanderung stand an, genauer gesagt: Bereits zum 16. Mal hatten die ehrenamtlichen Retter aus Kusey nicht nur ihre Partnerinnen und Partner, sondern auch alle sonstigen Interessenten aus Kusey und Umgebung zu dem Ausflug eingeladen.

"Gerade viele Leute sind nicht gekommen", schätzte Martelock ein, als er mit einigen Kameraden noch einmal die Wegstrecke absprach. In Anbetracht der nasskalten Witterung einigten sich die Männer, von der ursprünglichen Route abzusehen und die Strecke auf sechs bis sieben Kilometer zu verkürzen. So ging es also Punkt zehn Uhr vom Feuerwehrhaus zur Kirschallee und dann Richtung Röwitz.

Im Nachbarort wurde eine kleine Rast eingelegt. Wer wollte, konnte seinen Durst am "Versorgungsmobil" stillen. Norbert Nieder hatte darin nicht nur Limonade und Cola geladen, sondern auch einen großen Thermobehälter mit Glühwein, den Gabriele Reinhardt und Margitta Seidel im Feuerwehrhaus gefüllt und auf Temperatur gebracht hatten.

Von Röwitz wurde dann wieder der Rückmarsch angetreten. "Eigentlich wollten wir ja dort unser Mittagessen einnehmen", hatte der Wehrleiter einen Ausblick gegeben. Damit die Wanderer aber nicht noch nasser wurden, war die Gulaschkanone mit der deftigen Erbsensuppe vom Hof der Familie Giggel, wo Doris Giggel den Eintopf zubereitet hatte, zum Feuerwehrhaus gebracht worden. Martelock erklärte: "Dann können sich alle wieder gut aufwärmen und stärken, ehe es nach Hause geht."