46 Ehen sind 2010 in den Trauzimmern des Standesamtes in Kunrau und Klötze geschlossen worden. Die Verwaltung der Einheitsgemeinde hat die entsprechenden statistischen Zahlen veröffentlicht. Besonders beliebt ist bei Brautleuten das Schloss Kunrau – für dieses hat sich mehr als die Hälfte der Ehepaare des Jahrgangs 2010 entschieden. Zu den ersten Paaren in diesem Jahr, für die Kunrau der Ort fürs Ja-Wort wurde, ist indes die junge Familie Jahn aus Jahrstedt: Mandy und Daniel haben dort gestern geheiratet.

Kunrau/Klötze. Mandy Fricke und Daniel Jahn haben sich gestern getraut: In Kunrau haben sich die beiden Jahrstedter das Ja-Wort gegeben. "Dass das Datum eines ist, das man sich gut merken kann, ist uns zunächst gar nicht aufgefallen", berichtet die Braut. Zunächst sei ohnehin ein anderer Termin im Gespräch gewesen: der 27. Februar. An diesem Tag wird nämlich die Beziehung der beiden Jahrstedter elf Jahre alt. Allerdings ist der 27. Februar in diesem Jahr ein Sonntag. Und für standesamtliche Hochzeiten ist dieser Tag angesichts der amtlichen Öffnungszeiten denkbar ungeeignet. Nun also ist es der 11. Februar, 11 Uhr, geworden. Angesichts des Beziehungsjubiläums auch eine passende Wahl. Zudem ist dieser Termin gut zu merken – hier wird die Jahreszahl gespiegelt: 11. 02. 2011.

Weitere Schnapszahlen-Termine sind in diesem Jahr der 11. 11. – ein Freitag – und der 20. 11. Dieser allerdings ist auch ein Sonntag und damit für standesamtliche Hochzeiten kaum geeignet.

Im vergangenen Jahr hat übrigens laut Standesamt der Einheitsgemeinde nur ein Paar einen besonderen Termin für die Hochzeit gewählt: Mittwoch, den 20. 10. 2010. Am liebsten geheiratet worden ist im vorigen Jahr übrigens im Kunrauer Schloss: Dort haben 27 standesamtliche Trauungen stattgefunden – im Gegensatz zu 19 Trauungen in der zweiten Möglichkeit zum standesamtlichen Heiraten in Klötze. 25 der 46 Eheschließungen gab es dabei an Freitagen, zehn an Sonnabenden, an anderen Tagen waren es elf.

Wie im Falle der gestern getrauten Mandy und Daniel Jahn haben im vergangenen Jahr die meisten Paare den Namen des Mannes als gemeinsamen Familiennamen gewählt: 39 entschlossen sich zu dieser Variante. Vier Paare haben sich aber auch für den Nachnamen der Frau entschieden, bei einem Paar bekam ein Ehepartner einen Doppelnamen, und zwei Paare haben sich dafür entschieden, dass ein jeder seinen angestammten Namen behält. Bei einer Trauung wurde die Hilfe eines Gebärdendolmetschers in Anspruch genommen.

Neben den traditionellen Hochzeiten verzeichnet das Klötzer Standesamt für das Jahr 2010 auch eine neu eingetragene Lebenspartnerschaft. Außerdem wurden acht Anmeldungen für auswärtige Standesämter entgegengenommen und weitergeleitet.